„Die Spieler sollen Lust am leistungsorientierten Handball bekommen“ Trainer Peter Kiener im Interview über die männliche C1


Es geht weiter mit Teil 2 der letzte Woche neu gestarteten Serie in der wir jede Woche in unterschiedlichen Formen über eine Mannschaft der Handballschule berichten werden.

Heute im Mittelpunkt: Die männliche C1 um den langjährigen Trainer Peter Kiener. Bei dem Team wird sich bei der Mannschaftsumstellung ebenfalls einiges ändern, auch im Trainerteam. Co-Trainer Maxi Schöllkopf wird in die B1 aufrücken und Marvin Georg, der aktuell noch die männliche D2 trainiert, wird seinen Platz als Co-Trainer einnehmen.

Peter Kiener kennt den Herrenberger Handball wie kaum ein Zweiter und engagiert sich seit Jahren im Jugendbereich als Trainer der C1. Diese Woche wird uns Peter in einem Interview rund um die männliche C1 Rede und Antwort stehen.

Frage: Peter, die Übergänge in die höheren Mannschaften stehen bald wieder an und sind immer eine Herausforderung. Gerade im C-Jugend Alter werden große Sprünge gemacht. Worin siehst du denn die größten Herausforderungen für die Spieler?
Peter: „Erfahrungsgemäß sind in dieser Altersklasse sehr große körperliche Unterschiede. Die kleineren Spieler müssen sich gegen die körperlich überlegenen behaupten. Das ist nicht immer einfach. Aber auch in der persönlichen Entwicklung gibt es sehr oft große Unterschiede, manchmal treffen Kinder auf Jugendliche. Damit müssen die Spieler, aber auch die Trainer und Betreuer, klarkommen.“

Frage: In dem Altersbereich der C-Jugend kann man noch sehr viel dazu lernen, auf welche Trainingsinhalte konzentrierst du dich denn hauptsächlich mit deinen Mannschaften?
Peter:“Grundsätzlich halte ich mich an die Rahmen – Trainingskonzeption des DHB. Hier wird beschrieben wie das Training in dieser Altersklasse gestaltet werden soll. Individuelle Ergänzungen werden dann noch hinzugefügt.“

Frage: Wie sehen denn deine allgemeinen Ziele als C-Jugend Trainer aus?
Peter:“Die Spieler sollen Lust am leistungsorientierten Handball bekommen. D.h. regelmäßige Trainingsteilnahme (bei uns immerhin 3x/Woche). Ich werde versuchen ihnen zu vermitteln, dass Handball ihr erstes Hobby ist und damit Vorrang vor anderen Hobbys hat. Schule geht natürlich vor aber das ist auch eine Frage der Selbstorganisation. Außerdem sollen sie lernen, respektvoll mit ihren Mannschaftskameraden, den Trainern, den Gegenspielern und dem Schiedsrichter umzugehen.“

Frage: Du hast nun schon einige Jahrgänge trainiert, konntest du trotzdem gerade in den letzten Jahren für dich auch noch etwas dazu lernen?
Peter:“Man lernt bis ins hohe Alter dazu. Es gibt immer wieder Überraschungen bei der Einschätzung der Jungs. Aber auch im Umgang mit den Eltern habe ich viel Neues und Interessantes kennengelernt, z.B. wie wichtig die sozialen Medien für die Kommunikation geworden sind.“

Frage: Um auch zur aktuellen Mannschaft zu kommen, wo seid ihr denn in der Halle vor der Corona-Pause stehen geblieben ?
Peter:“Wir hatten 4 Spiele, davon gingen 3 verloren und eins konnten wir für uns entscheiden. Allerdings mussten wir viele Ausfälle gerade von Leistungsträgern verkraften und mussten somit zum Teil D-Jugendspieler einsetzen.“

Frage: Wie hat sich das Team denn in den letzten Wochen fit gehalten?
Peter:“Die Jungs haben Trainingspläne per Mail bekommen, die sie selbstständig durchgeführt haben. Die Erledigung ihrer Aufgaben und die erbrachten Leistungen haben sie jede Woche per Mail oder WhatsApp gemeldet. Viele Einheiten fanden im Freien statt. Außerdem haben wir einige Wettbewerbe durchgeführt, zuletzt einen Teamwettbewerb. Auch am SG-Onlinetraining haben sie teilgenommen. Die Zuverlässigkeit der Jungs war super und ich bin auch überzeugt, dass ihre Meldungen immer „sauber“ waren.  Sie haben Klasse mitgezogen.“

Frage: Hast du auch schon Pläne für einen möglichen Trainings Re-Start? Willst du dich mit den Jungs erstmal draußen athletisch sowie konditionell vorbereiten oder sobald es wieder möglich ist direkt in der Halle mit dem Ball starten ?
Petert: „Bevor ich Pläne mache warte ich mal ab was uns erlaubt wird. Ich glaube aber, dass das Wichtigste das Training mit dem Ball sein wird. Das hat die ganze Zeit gefehlt. Konditionell haben sie sich während dem Lockdown genug betätigt.“

Kannst du der ganzen Situation doch auch noch etwas Positives für die Jungs abgewinnen ?
Peter: „Durch das „Corona-Training“ mussten sie sich selbst organisieren, wann habe ich Zeit zu üben? Wie messe ich meine Leistungen? Welche Strecken suche ich mir raus? Wo trainiere ich? Wer kann mir helfen? Ich hoffe, dass ihnen das geholfen hat.“

Was sind deine Hoffnungen für die nahe Zukunft?
Peter:“Dass wir alle gesund bleiben, wir diesen Virus in den Griff bekommen und bald wieder Handball trainieren und spielen können.“

Danke für das Interview und deine Zeit. Die Handballschule wünscht euch für die kommende Saison viel Erfolg!