Heimspielauftakt der männlichen C1 und B1: JSG Balingen-Weilstetten und TV Spaichingen zu Gast in der Marweghalle

Am Samstag war die männliche C1 und die männliche B1 in der Verbandsklasse des HVW bei ihren ersten Heimspielen gefordert.

Den Anfang machte die männliche C1. Hier hatten die Jungs der Handballschule zum Ligaauftakt gleich mal ein echtes Schwergewicht vor der Brust. Die JSG Balingen-Weilstetten reiste mit einem 19-Tore Auftaktsieg im Gepäck ins Gäu.
Für die Herrenberger war es das erste Spiel der Saison. Selbstbewusst konnte die Mannschaft trotzdem ins Spiel gehen, hat man doch vor 2 Wochen beim letzten Vorbereitungsturnier gleich 2-mal die HSG Konstanz geschlagen und somit den Turniersieg am Bodensee eingefahren.
Genau so selbstbewusst startete die Sieben von Peter Kiener und Marvin Georg auch ins Spiel.
Dank gut ausgespielten Angriffen und einer guten Chancenverwertung ging man im Gleichschritt durch die erste Halbzeit. Jedoch wurde in der ersten Halbzeit schon die individuelle Klasse der Balinger Rückraum Akteure deutlich. Im 1 gegen 1 waren gerade die Halbspieler nur schwer zu fassen. Aber gerade das Zusammenspiel mit dem Kreis bereitete der SG-Mannschaft die größten Probleme.

Im eigenen Angriff lief es aber ähnlich gut wie bei den Balingern. Hier konnte man immer wieder die Linksaußenspieler frei spielen. Daher kamen alleine die beiden Außenspieler von Peter Kiener zusammen auf 10 Tore. Hier spielte man gerade in der ersten Hälfte gut zusammen und die Angriffe schön aus. Auch die ein oder andere sehenswerte Einzelaktion der Herrenberger mischte sich unter das Spielgeschehen. In einem regelrechten Offensivspektakel ging man mit 15:15 Gleichstand in die Pause.
Aus dieser sollten die Balinger entscheidend besser raus kommen als die Herrenberger.
Nachlässigkeiten machten es dem Bundesliganachwus möglich 7 Minuten nach der Halbzeit auf 16:21 zustellen. Auch wenn man nach einer doppelten Überzahl noch mal die Chance hatte auf 3 Tore ran zu komme verwalteten die Kontrahenten den Vorsprung bis zum Ende. Grund dafür war das phasenweise überragende Zusammenspiel mit dem Kreis welches die Gastgeber bis zum Schluss nicht ganz in den Griff bekommen sollten.
Im Angriff spielte man aber weiterhin einen guten Handball. Hier gibt es für die Coaches fast nichts auszusetzen. Peter Kiener zeigt sich nach dem Spiel trotzdem zuversichtlich:“Wir müssen auch mal sehen gegen wen wir hier heute gespielt haben.“ So wird Balingen womöglich der schwerste Gegner der männlichen C1 in der Verbandsklasse gewesen sein. Angesichts der vergangenen Leistungen kann die Mannschaft positiv in die nächsten Begegnungen gehen.

Danach auf dem Parkett in der Marweghalle: Die männliche B1. Nach einer bitteren 26:25 Auftaktpleite gegen die HSG Rottweil in der Vorwoche war man gewillt im zweiten Duell in der Verbandsklasse den ersten Sieg einzufahren.
Der Druck war groß denn das ausgerufene Saisonziel von den Trainern Maxi Schöllkopf und Jannis Mezger ist klar: Die Mannschaft soll unter die besten 2 Teams kommen. Bei insgesamt nur 8 Spielen in der Verbandsklasse war verlieren somit möglichst zu vermeiden.
Der Herausforderer der männlichen B1: Der TV Spaichingen. In ihr erstes Saisonspiel in Herrenberg starteten die Spaichinger mit nur 2 Auswechselspielern trotzdem stark in die Partie. Als die Gäste in der 9. Minute auf 3:7 zu ihren Gunsten stellen konnten sah sich Trainer Maxi Schöllkopf gezwungen die erste Auszeit zu nehmen.
Scheinbar konnten die Coaches die Mannschaft wieder richtig sortieren denn von fort an waren sie die spielbestimmende Mannschaft. Durch eine verbesserte Abwehrarbeit konnte man schnell umschalten und die körperliche Überlegenheit der Halbspieler des öfteren ausspielen. Allgemein kombinierte die Mannschaft immer besser. Wenig überraschend konnte sich daher fast jeder Akteur in die Torschützenliste eintragen. Auch die Abwehrarbeit gefiel den Coaches immer besser:“Wir haben teilweise sehr gut als kollektiv verteidigt“, meint Maxi Schöllkopf.
Bis zur Pause konnte man sich somit einen 15:13 Vorsprung herausspielen. Aber auch nach dem Seitenwechsel blieben die Spaichinger im Hintertreffen und die Herrenberger zogen immer weiter davon. Auch wenn die Gäste noch mal einen 4:0 Lauf hinlegen konnten und bis auf 22:21 in der 38. Minute ran kommen konnten, bewahrten die Gastgeber gerade in einer hitzigen Schlussphase den kühleren Kopf. Man spielte die Angriffe wieder besser aus und konnte die Chancenverwertung verbessern. So spielte man sich einen komfortablen Vorsprung heraus. Auch dem kleinen Kader geschuldet, hatten die Spaichinger in der Schlussphase dem Geschehen kaum noch etwas entgegen zu setzten.
Maxi Schöllkopf nach dem Spiel:“Der Druck war für uns sehr hoch, daher ist es sehr wichtig für uns dass wir das Spiel gewonnen haben.“

Rekordverdächtiger Sieg der männlichen D1

Am vergangenen Samstag war die männliche D1 zum ersten mal in der Liga am Ball. Aus einer guten Vorbereitung kommend startete die Sieben der beiden Trainer Martin Bayer und Nico Kiener mit viel Selbstbewusstsein in das Duell gegen den SV Leonberg/Eltingen.

Nach einem 1:1 zu Beginn der Partie dreht die SG-Mannschaft richtig auf. Die Spielfreude war allen Akteuren der Handballschule anzumerken. Von Beginn an übernahmen sie das Heft des Handelns und starteten einen 9:0 Lauf. In der Hoffnung den Lauf der Herrenberger zu unterbrechen nahm Gästecoach Thomas Hettler beim Stand von 11:1 nach 8 gespielten Minuten die erste Auszeit. Jedoch machte es den Eindruck als bestärkte die Auszeit der Leonberger die Nachwuchshandballer der SG lediglich. Man lies die Gegner erst garnicht in den Angriff kommen und attackierte von Anfang an direkt am gegnerischen 9-Meter und zwang die Gegner zu etlichen Fehlern. Daraus konnte man immer wieder Kapital schlagen und baute den Vorsprung bis zur Halbzeit gar auf 30:3 aus.

Die Kiener Sieben dachte trotz Führung Garnicht daran einen Gang runter zu schalten und blieb in der Abwehr giftig und aufmerksam.“Wir wollen dass die Jungs lernen immer 100% zu geben egal bei welchem Spielstand. In anderen spielen werden wir auch über die volle Distanz wach und konzentriert bleiben müssen.“, fügen die Coaches nach der Partie an.
Im Angriff überrannte man die Gegner weiterhin regelrecht. Schöne Kombinationen und schöne Tore, im Herrenberger Angriffsspiel wurde einiges geboten. Die Trainer der SG konnten munter durch wechseln und so kamen im Endeffekt gleich 4 Spieler über 10 mal zum Torerfolg. Die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor konnte man bis zum Ende beibehalten und so gelang es der SG-Mannschaft einen Rekordverdächtigen 63:6 Sieg einzufahren.
Die Coaches wussten die Leistung aber einzuordnen:“Wir haben hier nicht gegen den stärksten Gegner der Liga gespielt, da werden noch andere Mannschaften auf uns zu kommen“, meint Coach Martin Bayer.

Dreifach Sieg der Handballschule in Reutlingen

In der Vorbereitung auf die neue Saison stand für die männliche D-, C- und B-Jugend der BW Bank Cup in Reutlingen auf dem Plan. Durch kämpferisches Auftreten und starken Leistungen gelang allen 3 Starterteams in allen 3 Spielklassen der Turniersieg.

Den Anfang machte am Samstag die männliche C1. Erfolgreich startete die Mannschaft von Peter Kiener und Marvin Georg in das Turnier und schlug den ersten Gegner, den VfL Kirchheim/Teck mit 16:3 und setzte damit direkt ein kleines Ausrufezeichen.
Hatte man doch die vermeintlich leichtere Gruppe erwischt. Denn, in der Gruppe B warteten Teams wie Pfullingen, kämpferisch auftretende Ober-Unterhausener und Mössingen um Coach Axel Kromer.

Auch die nächsten Gruppenspiele konnte die C1 für sich entscheiden und so stand man mit 6:0 Punkten als Gruppensieger plötzlich im Halbfinale.
Dort warteten jedoch die Ober-Unterhausener welche durch ein sehr körperliches Spiel die Favoriten aus Mössingen mit 7:3 ausschalteten.

Die Mannschaft von Trainer Peter Kiener wusste jedoch auf was es gegen die körperlich überlegenen Gegner ankommen würde. So kamen die Jungs sehr gut ins Spiel und führten nach wenigen Minuten auch dank einer starken Torhüterleistung schon mit 3:0. Mit einem temporeichen Spiel und schönen Kombinationen über den Kreis gelang den Herrenbergern ein ums andere Mal der Durchbruch. So machten die Herrenberger ihren körperlichen Nachteil mit einem schnellen sowie quirligen Auftreten schnell zu einem Vorteil und man konnte trotz einigen Fehlwürfen mit 6:4 gewinnen. Der Grundstein hierfür lag in der Abwehr, wo man die Gegner mit ihren eigenen Waffen schlagen konnte.
Im Finale wartete nun der VfL Pfullingen. Als Außenseiter startend kam man wieder gut ins Spiel hinein. Ein von Fehlern dominiertes Spiel wurde zu einem spannenden Schlagabtausch.
Über eine überzeugende Abwehrleistung konnte man auch den VFL Pfullingen mit 4:3 regelrecht nieder kämpfen.
Nach dieser kämpferischen Leistung können sich die Jungs über einen überraschenden jedoch verdienten Turniersieg freuen. Um den Turniersieg jedoch nicht überzubewerten mahnte Trainer Peter Kiener:“Die Spielzeit war jedoch mit nur 12 Minuten sehr kurz“. So bleibt abzuwarten wie sich die C1 in der Saison über die volle Distanz gegen eben diese Gegner schlagen wird.

Die männliche D1 konnte am Sonntag dann einen nahezu ungefährdeten Turniersieg einfahren.
9:5, 13:0 und 8:1: Gleich in den ersten Gruppenspielen konnte man die Ambitionen unterstreichen und alle Spiele deutlich für sich entscheiden. Als Gruppensieger stand man somit im Halbfinale und auch dort zeigte die Truppe von Nico Kiener und Martin Bayer eine starke Leistung. 10:2 stand nach Abpfiff der Partie auf der Anzeigetafel.
Im Finale wartete nun die Mannschaft der Jugendakademie Neuhausen/Ostfildern. In der Gruppe bezwang man die Mannschaft noch mit 9:5. Im Finale zeigten die Jungs aus Herrenberg jedoch eine noch mal verbesserte Leistung und man konnte durch ein sehr dominantes Spiel die Jugendakademie gar mit 12:0 schlagen.
Die Trainer wirkten sichtlich zufrieden und konnten kurz vor Rundenbeginn nochmals neue Eindrücke gewinnen.

Nach der D-Jugend am Ball: die männliche B1. Um den dreifach Erfolg für die Handballschule perfekt zu machen, zeigten die Jungs von Trainer Maxi Schöllkopf und Jannis Mezger von Anfang an eine konzentrierte Leistung. 11:6 gewann man gegen Ligakonkurrent Mössingen und gar mit 13:5 konnte man gegen die HSG Ermstal punkten.
Im Halbfinale gaben sich die Jungs keine Blöße und gewannen auch gegen den TSV Grabenstetten mit 15:6.
Wieder mal traf die SG-Mannschaft im Finale auf die Spvgg Mössingen. Und wiedermals wurde es eine klare Angelegenheit. 12:6 hieß das finale Ergebnis gegen den Kontrahenten in der Verbandsklasse. Somit war der Dreifachsieg der Handballschule beim Reutlinger Vorbereitungsturnier perfekt.
Für Trainer Maxi Schöllkopf war das Turnier wichtig:“Wir konnten bei dem Turnier einige Dinge im Angriff ausprobieren und auch mal gegen offensivere Abwehrreihen spielen.“ Sichtlich zufrieden konnte die männliche B1 die Vorbereitung auf die neue Saison mit einem Erfolgserlebnis abschließen.

Männliche C1 mit Herausforderung in Neuhausen Filder

Vergangene Woche hat die männliche C1 im Rahmen ihrer Saisonvorbereitung für ein Testspiel bei der Jano Filder in Neuhausen gastiert.

Über welche Qualität der Gegner verfügt, war Trainer Peter Kiener schon vor dem Spiel bewusst. Denn, gleich 7 Spieler des Jahrgangs 2007 schafften den Sprung in den Auswahlkader des HVW. Damit stellt die Jugendakademie mit weitem Abstand die größte Fraktion für den Talentkader des HVW. Daher war die Favoritenrolle schon vor dem Spiel klar verteilt.

Von Anfang an machten es die Jungs aus Neuhausen den Herrenbergern schwer und erwischten damit einen idealen Start. Ein Torerfolg mussten sich die Spieler der Handballschule von Beginn an hart erarbeiten. Durch die Mitte der Abwehr war über die gesamte Spieldauer hinweg kaum ein Durchkommen und durch die offensive 5:1 Formation konnten die Gastgeber ein ums andere Mal ein Ballgewinn mit blitzschnellem Konter erzwingen. Hier waren gerade technische Fehler umso schmerzhafter.
Über die außen schafften es, die Gäste regelmäßig für Unruhe in der Abwehr zu sorgen und zum Abschluss zu kommen. Mit zunehmender Spieldauer konnte auch immer wieder für Verwirrung am Kreis gesorgt werden, aber auch auf der Torhüter Position verfügen die Gastgeber über reichlich Qualität. Aufschlussreich war die Partie für die Trainer allemal. Im Angriff war zu erkennen an welchen Stellen im Training weiter Optimierungsbedarf besteht.

Auch die erst neu einstudierte 3:2:1 Abwehr wurde von den Spielern der Jugendakademie mit zunehmender Spieldauer immer häufiger ausgespielt. Dies ist aber auch wenig verwunderlich, so lag der Trainingsfokus der Herrenberger in dieser frühen Phase der Vorbereitung bisher kaum auf der Abwehr. Der Angriff der Jano schien dazu auch noch perfekt eingespielt. Daher konnten die Filderfalken alle 3 Halbzeiten für sich entscheiden. Vorab war hingegen klar, dass das Ergebnis vorerst zweitrangig ist. Vielmehr wollten die Trainer sehen, wie sich ihr Team gegen einen Gegner von dieser Qualität beweist. Dazu waren Kampfbereitschaft und absoluter Wille von den Trainern gefordert.

Die Abwehrarbeit mit Fokus auf der 3:2:1 Formation wird in den kommenden Wochen der Vorbereitung daher intensiviert. So bleiben dem Trainerteam um Peter Kiener und Marvin Georg jedoch wichtige Eindrücke und dazu konnte die Mannschaft einiges lernen.
In den nächsten Wochen stehen weitere Testspiele auf dem Programm denn auch Coach Peter Kiener weiß:“Nach der langen Pause müssen die Jungs einfach wieder spielen und Wettkampfpraxis sammeln“.
Der Spaß kommt hingegen nicht zu kurz, daher steht auf dem Vorbereitungsplan in den Sommerferien auch noch ein Beachhandball Turnier.

Startschuss für Hallentraining in allen Jugendmannschaften gefallen

Die Leidenszeit und das schier endlos lange warten der Jugendteams hat nun ein jähes Ende gefunden, denn in dieser Woche durften alle Jugendteams nach fast 7-monatiger Abstinenz wieder in das Hallentraining starten.

Möglich macht dies die niedrige Inzidenz im Landkreis Böblingen und die daraus resultierenden gelockerten Beschränkungen. Die Lockerungen sind aber weiterhin an klare Vorgaben geknüpft: Ab sofort müssen sich Spieler aller Altersklassen ebenso wie weiterhin auch die Übungsleiter vor jeder Einheit testen lassen. Wer als Genesen oder vollständig geimpft gilt, entgeht der Testpflicht jedoch.

Die Sehnsucht bei den Spielern und Trainern muss groß gewesen sein, wenn man bedenkt, dass die letzte Trainingseinheit in der Halle noch im vergangenen Jahr stattgefunden hat. Die Monate seit dem waren für die Trainer, Spieler aber auch für die Eltern geprägt von reichlich Kreativität, Engagement und Durchhaltevermögen.

Seit Anfang März durften die SG-Mannschaften bis einschließlich der C-Jugend jedoch wieder auf der Freisportanlage in Haslach trainieren. Doch was ist seit dem passiert?

Nach einigen Wochen voller fleißigem Training mussten Spieler und Trainer wieder einen Rückschlag hinnehmen. Die Inzidenz war Mitte April mittlerweile wieder deutlich angestiegen. Somit wurden die Beschränkungen wieder verschärft. Dies war gleich bedeutend mit einer erneuten Rückkehr in den Online Trainingsbetrieb.
Davon wollten sich die Jungs und Mädels aber nicht ausbremsen lassen und gaben auch im Online Training weiterhin Vollgas, um für mögliche Lockerungen fit zu bleiben. Erfreulicherweise kamen diese nur knapp 2 Wochen später. Damit waren die Outdoor Einheiten augenblicklich wieder erlaubt, diesmal jedoch in anderer Form: Fortan waren die Einheiten nur noch in 5er Gruppen erlaubt und die Trainer angehalten vor jedem Training einen negativen Test vorzuweisen.

Auch wenn die Vorschriften sowie das Training in 5er Gruppen einen höheren Zeitaufwand für die Teams bedeutete, liesen sie sich auch davon nicht den Spaß am Sport nehmen. Wie in jeder Situation der letzten Monate wurden auch hier wieder kreative Lösungen gefunden, um das beste aus der Situation zu machen.

Das Durchhalten und fit halten der letzten Monate hat sich Mitte Mai dann endgültig bezahlt gemacht, als weitere Lockerungen für die Outdoor Einheiten kamen, welche in einigen Bereichen wieder ein normales Training möglich machten. Neue Vorgabe: Fortan sind die Trainingsgruppen auf 20 Spieler reglementiert. Außerdem durften die Spieler und Spielerinnen endlich wieder passen, fangen sowie werfen.

Jenes galt bis jetzt, wurde diese Woche jedoch von den neuen Vorgaben abgelöst. Seit dieser Woche wurde das Training endlich wieder in die Halle verlagert. Die Spieler der Handballschule müssen sich jedoch ab sofort ebenso wie die Trainer testen lassen. Auch dass hält die Teams jedoch nicht auf und somit war die Resonanz der ersten Woche durchweg positiv. Ebenso sieht auch das Fazit der Handballschule für die erste Woche aus.

Es bleibt nun zu hoffen, dass die Inzidenz weiter sinkt und eine Rückkehr in den normalen Handballbetrieb Stück für Stück weiter fortgeführt werden kann.

Die neue männliche A1- zwischen ambitionierten Zielen und dem Online-Training

„Aus einer sattelfesten Abwehr blitzschnell umschalten und leichte Tore über die 1. und 2. Welle erzielen“. So sieht die Spielidee der neuformierten männlichen A1 für die kommende Saison aus. Wenn man sich den Kader für die kommende Runde anschaut, merkt man schnell, dass dieses Konzept sehr gut zur Mannschaft passt, da das Team von den Trainern Tim Gauß und Luca Waidelich vorrangig über schnelle und wendige Spieler verfügt. „Unser Kader ist dieses Jahr zwar qualitativ stark aber relativ klein, es wird daher schwer, 60 Minuten volles Tempo zu gehen. Aber lieber erzielt man die einfachen Tore und belohnt sich für die Abwehrarbeit, als sich permanent im Positionsangriff abzumühen“, wissen die Trainer um die bevorstehenden Herausforderungen. Tim Gauß trainierte dieselbe Jahrgangskonstellation bereits in der B-Jugend und hat bereits eine Lösung parat, um die ambitionierte Truppe punktuell zu verstärken: „Wir planen für die neue Runde zwei Spieler von unserer Nachbar-Spielgemeinschaft aus Nebringen/Reusten mit einem Zweifachspielrecht auszustatten, die unsere Mannschaft gut unterstützen können. Zudem haben wir in unserer B-Jugend einige Talente, die im Saisonverlauf sicher schon mal A-Jugend Luft schnuppern werden.“

Bisher kein Präsenz-Mannschaftstraining

Aber das ist alles noch Zukunftsmusik. Denn bisher konnte die Mannschaft kein einziges Training in Präsenz durchführen und hält sich weiterhin im Online-Training fit. Trainer Gauß ist begeistert, wie die Jungs weiterhin Einheit für Einheit mitziehen. Zusätzlich zum Online-Training hat der C-Lizenzinhaber aber auch für jeden Spieler individuelle Trainingspläne erstellt: „Jeder Spieler hat zu Beginn einen Leistungstest gemacht und weiß nun wo er im Vergleich zu den Mannschaftskollegen und den Sollwerten der Trainer steht. Mithilfe ihrer Trainingspläne können die Jungs an ihren Schwachstellen arbeiten. So viel Freizeit wie jetzt hat man nie mehr, wenn auch unfreiwillig, und diese Zeit gilt es zu nutzen!“

Für die Trainer ist klar: Athletik Training steht bei einem Re-Start in der Halle erst mal nicht auf dem Plan. „Wir machen seit sechs Monaten nichts anderes, die Grundlagen sind mehr als nur vorhanden. Der Fokus wird ganz klar auf den Handballspezifischen Inhalten liegen. Erst mal muss die Arbeit mit dem Ball wieder im Vordergrund stehen – Passgenauigkeit, Passgeschwindigkeit – und die Jungs müssen wieder an das 1 gegen 1 Verhalten rangeführt werden. Bis dann alle Abläufe in Angriff und Abwehr sitzen und das Zusammenspiel wieder optimal harmoniert, werden noch einige Monate vergehen, da darf man keine falschen Erwartungen haben.“

Immerhin hat die mA mittlerweile Gewissheit, was die Saisonplanung angeht. Sollten es die Pandemiebedingungen zulassen, wird sie im Herbst in der letztjährig neu eingeführten Baden-Württemberg-Oberliga (BWOL) der A-Jugend an den Start gehen. Aufgrund der Tatsache, dass erneut keine Qualifikationsrunde stattfinden konnte, sind alle für die BWOL-Qualifikation gemeldeten Mannschaften automatisch gesetzt. Gespielt wird dann voraussichtlich in zwei 10er Staffeln. Für die Trainer machte die Meldung zur BWOL-Qualifikation durchaus Sinn: „Wir wollten nach der langen Pause einfach eine Standortbestimmung haben, wo wir im Vergleich zu den anderen ambitionierten Teams stehen. Dass wir jetzt direkt für die Liga zugelassen wurden, kam überraschend. Aber dadurch, dass etwa doppelt so viele Mannschaften in der BWOL spielen wie eigentlich vorgesehen, sollte die Einteilung für uns passen. Zudem ist das für die Jungs eine tolle Sache. Die BWOL ist direkt unter der Jugendbundesliga angesiedelt. Viele spielen ihre letzte Jugend-Saison und können sich nun noch mal mit den besten Teams in Baden-Württemberg messen. Insbesondere mit den Vereinen aus den badischen Handballverbänden warten ganz neue Gegner in bisher unbekannten Hallen auf uns, das wird schon spannend!“

„Ich traue dem einen oder anderen Spieler auch den Sprung in die 1. Männermannschaft zu“

Das vorrangige Ziel für die kommende Runde wird aber nicht in Tabellenplätzen oder Punkten gemessen. Die Jungs sollen bestmöglich auf den Übergang zu den Aktiven vorbereitet werden und die Durchlässigkeit in die Männermannschaften soll verbessert werden. Helfen soll dabei der Jugendkoordinator und neue Männer 2 Trainer Marcel Kohler. Er und Tim Gauß spielten schon zu Jugendzeiten zusammen bei der SG und pflegen einen regen Austausch, was Trainingsinhalte und Spielerentwicklung angeht. Beide haben es sich zum Ziel gesetzt, die Kooperation zwischen dem Jugend- und Männerbereich zu verbessern. Tim Gauß: „Die Jungs sollten mit dem Ende ihrer A-Jugend Zeit ein Niveau erreicht haben, um dann im Landesligateam mithalten zu können. Geplant ist, dass einige Jugendspieler bereits in den Männermannschaften mittrainieren und auch bei den Spielen zum Einsatz kommen werden.“ Im Übergang zu den Aktiven sieht der Trainer die Gewöhnung an die körperliche Härte und die Integration in ein bestehendes Mannschaftsgefüge als die größten Herausforderungen an. Im jetzigen A-Jugendteam sieht er aber durchaus Potenzial: „Wir haben einige Spieler, denen ich auch den Sprung in die 1. Männermannschaft zutraue. Manche vielleicht sogar auf direktem Weg, andere über ein allmähliches Heranführen an dieses Niveau über die 2. Mannschaft. Aber die Qualität ist auf jeden Fall da, die Jungs müssen nur im und abseits vom Training weiterhin hart dafür arbeiten.“

Für die Vorbereitung auf die neue Saison hatten die Trainer eigentlich schon reichlich Ideen gesammelt: „Wir hatten einige Teambuildingevents im Auge und auch ein gemeinsames Trainingslager mit der 2. Männermannschaft ist in Überlegung. Was davon tatsächlich umgesetzt werden kann, hängt davon ab, wie sich die Einschränkungen für den Sport entwickeln.“ Auf die Frage hin, was der größte Wunsch für die kommende Saison sei, hat Übungsleiter Gauß eine klare Meinung: „Das Wichtigste ist erst mal, dass ein gemeinsames Mannschaftstraining wieder möglich ist. Nach dem Re-Start wünsche ich mir, dass alle Jungs verletzungsfrei bleiben und wir nach zwei abgebrochenen Runden mal wieder eine komplette Saison spielen können.“

Zusammenfassend kann man sagen, dass eine interessante Runde auf Spieler und Trainer wartet. Man kann gespannt sein, wie die Entwicklung der Jungs weitergeht und wie sich das Team in der BWOL schlagen wird.

Dafür drückt die SG-Handballschule der mA die Daumen und wünscht viel Erfolg!

Spiel-Spaß-vorzeitiges Saisonende: Ein Rückblick auf die vergangene Saison der weiblichen D1

Heute geht es weiter mit der weiblichen D1. Wir blicken gemeinsam mit der Mannschaft auf die vergangene Corona-Saison zurück.

Das Team hat sich in der abgebrochenen Saison aus den Jahrgängen 2008 und 2009 zusammen gesetzt. Komplettiert wurde die Mannschaft durch ein Trainer Trio um Anna Mannherz, Laureen Kapus und Denis Lide. Die Trainer agierten gleichberechtigt und haben sich die Aufgaben rund um die Mannschaft aufgeteilt. Denis kennt die Mannschaft bestens. Er trainiert die Mädels seit mehreren Jahren und hat sie durch die verschiedenen Jugendteams begleitet. So kann er dem Team eine sehr gute Entwicklung attestieren. Jedoch sind aus der vergangenen D1 lediglich 3 Spielerinnen des älteren Jahrgangs übrig geblieben. Dies zu kompensieren, war direkt die erste Herausforderung für die Mannschaft um auch gegen die starken Teams der Bezirksliga zu bestehen. Die Coaches haben es sich in ihren zeitintensiven Planungen zur Aufgabe gemacht die positive Entwicklung fortzuführen. Durch den ständigen und guten Austausch der Trainer konnte dadurch ein optimaler Vorbereitungs-/Trainingsplan entwickelt werden.

Nachdem Lockdown vor genau einem Jahr starteten die Mädels umgehend nach dem es wieder möglich war, auf dem Tartanplatz in Haslach. Die Trainingsinhalte waren klar: Die Pass und Wurfqualität sollte erhöht, die Handlungsschnelligkeit geschult und die handballerischen Elemente in den Fokus gestellt werden. Dazu gehörten unter anderem Lauf-/und Körpertäuschungen die den Mädels spielerisch näher gebracht wurden. Orientiert hat sich das Trainerteam dabei ganz klar an der DHB Rahmentrainingskonzeption.

Zu den herausfordernsten Inhalten zählte dabei auch das erkennen und einordnen der Freiräume und Lücken. Daher versuchte das Trainerteam hier vor allem mit dem stoßen in die Lücke verbunden mit einem Zweikampf einen Durchbruch oder das binden der Gegenspielerinnen zu üben. Außerdem war auch die Übersicht und das richtige Timing für die Pässe gefragt. In den verschiedenen Situationen sollten die Mädels eigenständig erkennen wo eine besser positionierte Mitspielerin zu finden ist. „Wir wollten den Mädels hierbei auch einfach das Spielverständnis näherbringen“, so Trainer Denis Lide über die Intention.

Im Abwehrverbund versuchte das Trainerteam das antizipieren der Spielsituationen in den Vordergrund zu stellen. Dabei wollten sie es erreichen dass die Mädels im Kopf immer einen Schritt weiter sind als die Kontrahentinnen um so klüger und effizienter zu spielen. Außerdem stand das rechtzeitige aushelfen im Abwehrverbund auf dem umfangreichen Trainingsplan. Hier ging es auch wieder um das frühzeitige erkennen sowie um das Timing.
Gegen Ende der Saisonvorbereitung war das Team auch schon so weit dass die Coaches versuchten die Grundlagen der Kreuzbewegungen einzuführen. „Nach dem üblichen Lernprozess zeigten sich auch hier, wie bei allen Inhalten, deutliche Fortschritte“, fügte Trainer Denis Lide an.
„Wir haben diese wichtigen Trainingseinheiten zu dritt mit einem hohen Zeitaufwand geplant, durchgeführt und auch nachbereitet“, meint der ehemalige 3.Liga Spieler. Um dem Team diese Inhalte auch optimal näher bringen zu können schloss der Trainer im vergangenen Jahr erfolgreich die Trainer C-Lizenz Ausbildung ab.
Am handballerischen Fachwissen mangelt es dem Trio sowieso nicht, so ist Laureen Kapus seit Jahren bei der 2. Frauenmannschaft in der Württembergliga aktiv und verbuchte auch schon den ein oder anderen 2. Liga Einsatz bei der 1. Mannschaft. Auch Anna Mannherz, die selber noch den Jugendbereich durch läuft, kann ihr erlerntes Wissen direkt weiter geben. So hat das Trainerteam eine gute Mischung und ergänzt sich perfekt. 

Das macht sich auch neben dem positiven Feedback bei den Spielerinnen bemerkbar, so schafften es auch gleich 5 von ihnen, in der Vor-Corona Saison, in die Fördergruppe des Bezirkes Achalm-Nagold. Auch wenn das Team im ersten Jahr der D-Jugend noch in der unteren Tabellenhälfte zu finden war, hat das Team in den Spielen gegen noch überlegene Gegner viel lernen können. Konnte man im Hinspiel der Vor-Corona Saison noch nicht über die komplette Spieldistanz mit dem ein oder anderen Gegner auf Augenhöhe agieren, gelang es dem Team schon in der Rückrunde gegen genau diese Mannschaften auf einmal zu punkten. Diese Entwicklung blieb auch dem ein oder anderen Trainer der Gegnermannschaft nicht verborgen und sprach den Mädels ein Lob aus. Dies unterstreicht noch einmal die Entwicklung der Mädels. Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg ist ganz bestimmt die akribische Arbeit im Training. In den Sommerferien hatte man unteranderem auch einen ganzen Trainingstag zur Vorbereitung. In diesem Rahmen konnte man noch einmal intensiver trainieren. Trotz allem kommt dabei der Spaß nicht zu kurz und so war man auch des öfteren auf dem Beachhandballfeld anzutreffen und konnte dabei unter anderem auch den Teamgedanken stärken. Den guten Eindruck der Coaches konnten die Mädels mit ansprechenden Leistungen bei einem kleinen Turnier in der Saisonvorbereitung im vergangenen Sommer bestätigen. Auch wenn dann in der abgebrochenen Saison lediglich 2 Ligaspiele im Herbst absolviert werden konnten, waren jedoch schon deutliche Fortschritte zu erkennen. Während den Hallenschließungen hielt sich das Team online weiterhin Fit. So bleibt zu hoffen dass die Mädels das vergangene Jahr nach dem Übergang in die jetzt neu eingeteilten Mannschaften so schnell wie möglich wieder aufholen können.
Auch hier wünscht die Handballschule viel Erfolg für die kommenden Aufgaben.

Sommer, Sand und Sonne satt – lernen konnten die Mädels dabei von Coach Denis Lide der mit den Al Sandys schon bei den Deutschen Beachhandball Meisterschaften teilgenommen hat
Trotz heißen Temperaturen kam hier der Spaß sicher nicht zu kurz..

SG H2KU VERSPRICHT SICH VON HANDBALLSCHULE EINEN LEISTUNGSSCHUB BEIM NACHWUCHS

HANDBALL: DIE KOMMISSARISCHEN LEITER LUCA WAIDELICH UND MARCEL KOHLER LEISTEN EINEN ENORMEN ORGANISATORISCHEN AUFWAND, UM DAS SORGFÄLTIG ERARBEITETE KONZEPT IN DIE TAT UMZUSETZEN.

Mehr als zufrieden mit dem bisher Geleisteten: Die Leiter der H2Ku-Handballschule Luca Waidelich (hinten Mitte) und Marcel Kohler (vorne links) leisten mit ihren mehr als 30 Jugendtrainern, darunter Peter Kiener, Maxi Schöllkopf, Tim Gauss und Martin Bayer (hinten v. li.) sowie Lea Lohrer und Michael Bauer (vorne v. li.) gute Arbeit Foto: Peter Gebhardt

Artikel vom 05. August 2020 – 16:42

Von Peter Gebhardt

HERRENBERG. Am 1. Januar startete sie offiziell, bis Mitte März gab es nur Positives zu berichten. Danach war aber auch die gerade erst angelaufene Handballschule der SG H2Ku Herrenberg für fast drei Monate zum Nichtstun verurteilt. Schuld daran war natürlich wie allerorten der Corona-Virus.

Lärmende Schulkinder, pulsierende Hallen voller Leben – die Gründer und Macher der Handballschule in Herrenberg hatten sich sicher ein anderes Szenario vorgestellt als das, was sich ihnen im Frühjahr durch das wegen der Corona-Pandemie verhängte Sportverbot im Handball bot. Inzwischen ist der sportliche Alltag auch in Herrenberg größtenteils zurückgekehrt. Im Juni konnte wieder im Freien trainiert werden, seit Juli sind bis auf wenige Ausnahmen auch alle Mannschaften wieder im Hallentraining. „So hatten wir aber zumindest genug Zeit, um schon relativ früh am Feinschliff zu arbeiten“, sieht es Luca Waidelich eher pragmatisch. Waidelich selbst, einer der führenden Köpfe des neuen Nachwuchskonzepts in der Gäu-Stadt und derzeit Spielertrainer der dritten Mannschaft, ist trotzdem mehr als zufrieden mit dem bisher Geleisteten.

DER NAME IST KEINE BEZEICHNUNG FÜR EINE PHYSISCHE INSTITUTION

Um dies einordnen zu können, lohnt sich ein etwas tieferer Blick in die Materie. Der Name Handballschule ist zuallererst einmal keine Bezeichnung für eine physische Institution, wie etwa ein Internat. Vielmehr verbirgt sich dahinter das neue Nachwuchskonzept der Herrenberger Handball-Spielgemeinschaft. Im Jahr 2018, nachdem fast zeitgleich mit Luca Waidelich (TV Haslach), Ole Held (HSV Oberjesingen/Kuppingen) und Christian Stahl (VfL Herrenberg) in allen drei Stammvereinen der SG H2Ku neue Jugendleiter ins Amt gehievt wurden, wuchs schnell eine Idee zur effizienteren Gestaltung der Jugendarbeit in der Spielgemeinschaft.

Christian Stahl legte dann auch im Frühjahr 2019 ein tragfähiges und von allen Seiten gebilligtes Konzept vor. Indes, vor allem bei der Suche nach einem geeigneten hauptamtlichen Leiter der Handballschule – bis heute dauert diese Suche an – offenbarten sich noch einige Differenzen unter den Beteiligten, sodass die Konzeption im Sommer letzten Jahres erst einmal kurzerhand ruhte.

Allerdings dauerte es nicht allzu lange, bis neues Leben durch die alten Pläne strömte. Und so konnte im Spätherbst dann doch noch der Beginn für den Januar 2020 verkündet werden. Die Wertigkeit des Projektes zeigt sich allein schon darin, dass im Vorstand der SG H2Ku mit Jan Engau und Kai Wohlbold gleich zwei Mitglieder als Bindeglied zwischen Verein und Nachwuchsprojekt eingesetzt wurden. Und dies nicht nur auf dem Papier, wie Vorstandssprecher Jan Rhotert betont: „Beide bringen unheimlich viel Herzblut in die Sache ein“, so Rhotert.

ZU OFT NOCH LOCKEN ANDERE VEREINE AUS DER REGION DIE JUNGEN SPIELER

Gleichwohl gilt dies auch für die kommissarischen Leiter Luca Waidelich und Marcel Kohler. Momentan scheint dies noch eine gute Lösung zu sein. Für den 24-jährigen Waidelich hätte die Hauptamtlichkeit der momentan geteilten Stelle aber vor allem wegen der größeren Planungssicherheit für die Zukunft einen größeren Charme als die jetzige Konstellation. Zumal der organisatorische Aufwand für das seit sieben Monaten praktizierte Konzept enorm ist.

Denn: Das Ziel der Handballschule ist eindeutig – die Qualität des Nachwuchshandballs soll auf eine höhere Stufe gehoben werden. „Zu oft noch locken bei den Jungs Vereine wie die SG Pforzheim/Eutingen oder der HBW Balingen/Weilstetten unsere Talente mit der Aussicht auf Bundesligahandball“, sagt Jan Rhotert. Beim weiblichen Nachwuchs gilt vor allem der TuS Metzingen derzeit als gute Adresse in der Region.

Auf der anderen Seite stößt aber auch das überarbeitete Nachwuchskonzept der Herrenberger nicht bei jedem auf Gegenliebe, wie ein Facebook-Eintrag eines Vereins aus der Gegend belegt, nachdem dort ein Jugendlicher von der SG H2Ku angesprochen wurde. „Allerdings“, so betont Luca Waidelich nicht ganz ohne Stolz, „ist es inzwischen eher die Regel, dass die Jungs aus der Gegend bei uns anklopfen.“ Wie soll aber nun der Qualitätssprung erreicht werden? „Vor allem mit einem hochwertigen Training“, fährt Waidelich, der im Verein fast alle Altersklassen schon einmal selbst trainiert hat, fort. „Das Ziel ist es, jedes leistungsorientierte Team von einem lizensierten Trainer zu betreuen. Zudem wollen wir noch mehr an Schulen und in Kindergärten gehen.“

Gerade dafür wäre die Hauptamtlichkeit natürlich von Vorteil. Außerdem sollen Feriencamps angeboten werden. Zu guter Letzt geht es darum, durch qualifiziertes Fördertraining neben dem „normalen“ Betrieb die Nachwuchsspieler gezielt besser zu machen. Damit aber auch nicht nur die Topspieler und -spielerinnen aus den ersten Mannschaften jeder Altersklasse bei der Stange bleiben, wird auch bei den jeweiligen zweiten Teams investiert. Hier vor allem in Zeit. Das heißt, dass die Kinder nicht mehr mangels Übungsleiter nach Hause geschickt werden müssen.

DIE DOPPELSPITZE ERNTET JETZT SCHON VIEL LOB FÜR DIE GELEISTETE ARBEIT

Viel Arbeit also für Luca Waidelich und Marcel Kohler. Die Doppelspitze teilt sich momentan den Aufgabenbereich des Handballschulleiters. Der Auszubildende zum Personaldienstleistungskaufmann Waidelich und der IT-Projektleiter Kohler, übrigens früher schon als Zweit-und Drittligaspieler bei der SG H2Ku aktiv, ernten schon jetzt viel Lob von vielen Seiten. Unterstützt werden sie neben den schon angesprochenen Kai Wohlbold und Jan Engau von Fabian Gerstlauer und Aylin Bok. Der Trainer des Oberligateams und die Spielerin der Zweitligafrauen sind für die sportliche Umsetzung der Vorgaben, zum Beispiel die Trainingsinhalte, zuständig.

Bliebe noch die Frage der Finanzierung des ganzen Konstruktes zu beantworten. Mehr Aufwand bedeutet auch immer mehr Finanzbedarf. Klar war von Beginn an, dass sich die Handballschule selbst tragen muss. Dafür ist neben den Mitgliedsbeiträgen ein Extra-Obolus zwischen fünf und zwanzig Euro monatlich vorgesehen. Viel Geld für so manche Eltern. Umso erfreuter waren die Verantwortlichen über die breite Zustimmung bereits im Vorfeld. Drei Monate Vorlauf an Elterngesprächen haben sich wohl mehr als gelohnt. Inzwischen seien über 95 Prozent aller Spieler bereits in der Handballschule organisiert.

Wer sich selbst oder wessen Eltern sich dem Modell nicht anschließen möchten, hat allerdings auch keine Möglichkeit mehr, im Nachwuchsbereich der SG H2Ku Herrenberg Handball zu spielen. Wobei es eine kleine Einschränkung gibt: „Für sozial schwache Familien suchen wir natürlich nach einer verträglichen Lösung“, betont Luca Waidelich. Durch die quasi Eigenfinanzierung, durch die Spieler und Spielerinnen in Vorleistung gehen, hat sich die SG H2Ku aber auch insgesamt zur Gegenleistung verpflichtet. „Auch wenn wir dadurch vor einer großen Herausforderung stehen, freuen wir uns alle auf eine hoffentlich erfolgreiche Zukunft durch das Projekt Handballschule“, blickt Jan Rhotert optimistisch in die Zukunft.

Für Handballschule und Vorstand wäre es erklärtermaßen irgendwann einmal das Größte, wenn in den Männer- und Frauenmannschaften der SG H2Ku Herrenberg hinter den Spielernamen unter der Rubrik „frühere Vereine“ stehen würde: eigener Nachwuchs.

Bisher ist dies bei der Hälfte der Männer-Oberligamannschaft der Fall. Bei den Bundesligafrauen haben aktuell drei Spielerinnen die interne Nachwuchsabteilung durchlaufen. Steigerungen sind jederzeit willkommen.