Team Stuttgart gelingt die Revanche gegen H2Ku A-Jugend

Zu viele überhastete Aktionen

Mit sieben A-Jugendspielern und sechs B-Jugendspielern reiste das Team der SG H2Ku Herrenberg vergangenes Wochenende in die Landeshauptstadt zum vorletzten Saisonspiel in der Pokalrunde der Baden-Württemberg Oberliga. Die umkämpfte Partie gegen Team Stuttgart endete 36:32 für die Heimmannschaft.
Mit Leon Fischer (krank), Simon Benzenhöfer (verletzt) und Timo Sattler (Urlaub) fehlten drei Stammkräfte im ohnehin dezimierten Kader der Herrenberger A-Jugend, was Trainer Tim Gauß aber nicht als Ausrede für die Niederlage gelten lassen wollte: „In den letzten Spielen wollen wir ohnehin vermehrt die B-Jugendlichen einbinden, um uns auf die kommende Saison vorzubereiten. Mit welchem Tabellenplatz wir die Runde beenden, spielt ohnehin keine Rolle für die bereits Mitte Mai anstehende Qualifikationsrunde für die nächste Saison.“ Das Team Stuttgart war aus der Hinrunde bereits bekannt – im Oktober 2021 gewann der SG Nachwuchs noch mit 34:24. Dementsprechend motiviert starteten die Hausherren in die Partie. Doch zunächst waren die Gäste am Drücker, denn man fand gute Lösungen auf die erwartet offensive Abwehr der Gegner. Beim Stand von 2:5 nahm der Heimtrainer bereits seine erste Auszeit. Danach häuften sich auf Herrenberger Seite jedoch technische Fehler, überhastete Abschlüsse und Abstimmungsfehler in der Abwehr. In der 19. Minute war der Vorsprung verspielt und auf der Anzeigetafel stand ein 10:10. Doch für die Gäste kam es noch schlimmer: In den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit fing man ein schnelles Tor nach dem anderen und die Hausherren zogen auf 19:15 davon, ehe die B-Jugendlichen Felix Engelland und Danilo Bartolotta mit zwei Toren den Halbzeitstand von 19:17 noch verschmerzbar gestalteten.
Der zweite Durchgang ähnelte dem ersten. Das Team Stuttgart fand immer wieder Lücken in der Herrenberger Abwehr, spielte mit hohem Tempo und zeigte sich bei den Abschlüssen kaltschnäuzig. Demhingegen taten sich die Gäste im Positionsangriff zunehmend schwer, klare Abschlusssituationen herauszuspielen und man fand an diesem Tag gar nicht in das sonst effektive Tempospiel, was wohl auch dem geschuldet war, dass Torhüter Alexander Lutz leider nahezu keine Hand an den Ball bekam. Lichtblicke waren aber insbesondere die B-Jugendlichen Jan Schuon und Danilo Bartolotta, die das Stammpersonal auf den Außenpositionen gut vertraten und sich mit jeweils vier Toren in die Torschützenliste eintrugen. Bis zum 26:26 in der 45. Minute war die Partie weiterhin offen. Doch dann konnten die Herrenberger das Tempo der Stuttgarter nicht mehr mitgehen, die die Partie souverän zu Ende spielten und das Spielfeld verdient mit 36:32 als Sieger verließen. Das Fazit von Trainer Tim Gauß: „Kompliment an das Team Stuttgart. Im Vergleich zum Hinspiel letzten Oktober haben die drei Entwicklungsschritte gemacht, wir nur einen. Das kollektive Angriffsspiel der Gegner war temporeich und stets torgefährlich, unseres zu statisch und zu sehr auf Einzelaktionen ausgelegt. Da macht sich unsere fehlende Breite im Kader leider bemerkbar, wir hatten die ganze Saison über zu wenige Möglichkeiten, das ausgiebig zu trainieren. Und dass die Automatismen fehlen, wenn die Hälfte des Kaders aus B-Jugendlichen besteht, ist selbstredend, da mache ich keinem einen Vorwurf.“
Kommenden Samstag um 17:45 Uhr gastiert der punktlose Tabellenletzte aus Hofweier in der Herrenberger Markweghalle zum letzten Saisonspiel. Hier will sich die H2Ku A-Jugend keine Blöße geben und die Runde zumindest mit einem Erfolgserlebnis abschließen.

SG H2Ku Herrenberg: Lutz (im Tor), Mannherz (1), Krebs (1/1), Chmel, Bartolotta (4), Gauss, Schuon (4), Biller (1), Julian Mannhorst (2), Schweizer (5), Jannik Mannhorst (6/1), Felix Engelland (1), Jacobs (7/2).

H2Ku A-Jugend verliert komplett den Faden

Zu viele überhastete Aktionen

Eine äußerst bittere weil überflüssige Niederlage hatte die A-Jugend der SG H2Ku Herrenberg am vergangenen Wochenende zu verkraften. Bei der Jugendhandballakademie Baden im 1,5h entfernten Ottersweier setzte es eine 34:30 Niederlage für den Handballnachwuchs aus dem Gäu.
Dabei waren die Vorzeichen und der Start in die Partie überaus vielversprechend. Dem Gegner standen lediglich sieben Feldspieler zur Verfügung und von Beginn an agierten die Herrenberger hellwach. Die Abwehr stand kompakt, das Umschaltspiel in den Gegenstoß funktionierte gut und im Angriff erarbeitete man sich mit sehenswerten Aktionen gute Torchancen. Daraus resultierte ein recht komfortabler 4-Tore Vorsprung in der 12. Minute (6:10). Doch plötzlich kam es zu einem Bruch im Spiel der Herrenberger. Nach dem 12:15 in der 17. Minute dauerte es ganze 10 Minuten bis das nächste Gästetor erzielt wurde, dann stand es aber bereits 19:16 für die Heimmannschaft, die nie locker ließ. Mit diesem Spielstand verabschiedeten sich auch beide Mannschaften in die Kabinen. Ein nach der Partie sichtlich konsternierter Trainer Tim Gauß versuchte für diese Phase eine Erklärung zu finden: „Mir ist immer noch schleierhaft, was da passiert ist. Auf die Umstellung der gegnerischen Abwehr reagierten wir zunächst souverän. Dann bringen uns technische Fehler und Fehlwürfe völlig aus dem Konzept und jedem kam das Selbstvertrauen abhanden. Das war reine Kopfsache.“ Besonders ärgerte man sich an der Seitenlinie über die schlampige Abwehrarbeit, die den Gegner zu leichten Toren einlud. Leider besserte sich das Bild auch in der zweiten Halbzeit nicht. Etliche verworfene 100%-Chancen verhinderten einen Führungswechsel. Mehr als das 22:21 (40 Minute.) war an diesem Tag für die Gäste nicht drin. Die JHA Baden kämpfte weiter bis zum Schluss, der konditionelle Einbruch, der auf Gästeseite erhofft wurde, trat nicht ein und so stand letzten Endes ein verdienter Heimsieg auf der Anzeigetafel. Das Fazit von Tim Gauß fiel entsprechend ernüchternd aus: „Ich hatte das Gefühl, dass viele meiner Jungs das Spiel nach den überzeugenden Anfangsminuten bereits abgehakt hatten. Das hat sich dann böse gerächt. Solche Einbrüche gegen vermeintlich unterlegene Gegner hatten wir bereits in der Hinrunde der Saison. Das zeigt mir, dass die Jungs bei weitem noch nicht die Konstanz in ihrer Leistungsfähigkeit haben, die sie zum Ende ihrer Jugendspielzeit aber langsam entwickeln sollten.“
Die nächste Bewährungsprobe für den SG Nachwuchs steht kommenden Samstag um 15:30 Uhr auf dem Plan. Da werden die Trauben hoch hängen, gastiert doch der bisher ungeschlagene Tabellenführer der Baden-Württemberg Oberliga Pokalrunde aus Leutershausen in der Markweghalle.

Herrenberger A-Jugend erleidet ein Debakel

Zu viele überhastete Aktionen

Einen völlig gebrauchten Tag erwischte die A-Jugend der SG H2Ku Herrenberg am vergangenen Sonntag. Gegen die Gäste aus Plochingen setzte es in der Baden-Württemberg Oberliga eine herbe 29:44 Niederlage.
Bis zum Stand von 7:7 in der 12. Minute konnte man das Spiel noch offen gestalten. Im Anschluss glitt das Spiel jedoch völlig aus den Händen der Herrenberger Handballer. Im Angriff agierte man fortan viel zu mutlos und in der Abwehr bekam man gar keinen Zugriff mehr auf die wendigen Gegenspieler. Die zahlreichen technischen Fehler im Spielaufbau rächte der TV Plochingen mit gnadenlosem Konterspiel, sodass man bereits beim Halbzeitstand von 13:22 gut bedient war. Auch im zweiten Durchgang änderte sich an den Kräfteverhältnissen auf dem Spielfeld nichts. Die Gäste, die mit lediglich acht Feldspielern angereist waren, zeigten weiterhin sehenswerten, temporeichen Jugendhandball, H2Ku-Trainer Tim Gauß zollte Respekt: „Was die Plochinger Jungs da gezeigt haben, war schon richtig stark. Da war jeder in der Abwehr hellwach, im Umschaltspiel gedankenschnell und im Positionsangriff torgefährlich.“ Auch eine offensivere Deckung gegen die Rückraumakteure der Gäste brachte keine Wende, sodass sich die Herrenberger letzten Endes mit 15 Toren mehr als deutlich geschlagen geben mussten, Tim Gauß: „Auch mit einer besseren Tagesform hätten wir es heute wohl schwer gehabt, Zählbares mitzunehmen, aber so darfst du dich daheim trotzdem nicht präsentieren, das war schon echt peinlich. Vor allem vermisste ich eine Trotzreaktion meiner Jungs! Ich hatte schon recht früh im Spiel das Gefühl, dass sich einige aufgegeben hatten. Das darf uns nicht nochmal passieren.“
So schmerzhaft die Niederlage auch sein mag, noch schwerer wiegt der verletzungsbedingte Ausfall von David Raisch kurz vor Abpfiff, der sich bei einer Angriffsaktion das Knie verdrehte. Es ist zu befürchten, dass der ohnehin schon verletzungsgeplagte Kader der A-Jugend weiter ausgedünnt wird. Nun bleiben erst mal zwei Wochen Zeit, um diesen Schock zu verdauen, bis es dann mit dem Auswärtsspiel bei der TGS Pforzheim weitergeht.
Es spielten: Benzenhöfer, Lutz (beide im Tor), Bartolotta (3), Chmel (2/1), Fischer (5), Gauss, Sattler, Julian Mannhorst (2), Jannik Mannhorst, Schweizer (1) Raisch (2) Biller (3/1), Jacobs (6/1)

Blitzstart sichert H2Ku A-Jugend den Sieg

Zu viele überhastete Aktionen

Die Nachwuchshandballer aus Herrenberg starteten mit einem 32:26 Heimsieg gegen die SG Köndringen/Teningen in die Baden-Württemberg Oberliga Pokalrunde. Den Grundstein hierfür legte man zu Beginn des Spiels in der Abwehr, wo man die Vorgaben des Trainergespanns Tim Gauß & Luca Waidelich gut umsetzte und die gegnerischen Schützen frühzeitig attackierte. Was doch auf das Tor kam, wurde vom erneut stark parierenden Torhüter Simon Benzenhöfer entschärft. So hatte man sich bereits in der 13. Minute einen komfortablen 7-Tore Vorsprung erarbeitet (10:3). Zudem bewahrte das Heimteam einen kühlen Kopf als die Gäste durch Einzelaktionen ihres gut aufgelegten Rückraumschützen Andreas Bühler den Rückstand verringerten und legte im Angriff nochmals eine Schippe drauf, sodass man beim Stand von 19:12 einigermaßen beruhigt den Gang in die Kabine antreten konnte. Zur Überraschung aller blieb das Aufbegehren der weitgereisten Gäste auch nach der Halbzeit weitestgehend aus. Die Herrenberger bauten den Vorsprung sogar innerhalb kürzester Zeit auf 11 Tore aus (39. Minute; 25:14) und ließen sich auch nicht durch eine offensivere Deckung gegen den eigenen Rückraum aus dem Konzept bringen. Anschließend wurde das Tempo merklich reduziert, um die sich häufenden technischen Fehler zu reduzieren. Trainer Tim Gauß kommentierte diese Phase wie folgt: „Mir ist klar, dass das in der zweiten Halbzeit kein handballerischer Leckerbissen mehr war. Aber nach unserer Negativserie in der Hinrunde war es zunächst wichtig, dass die Jungs Selbstvertrauen tanken und das Feld mal wieder als Sieger verlassen. Und dafür muss man dann eben auch mal ein Spiel verschleppen und von seinem komfortablen Vorsprung zehren.“ Letztlich führte dies zu einem ungefährdeten Heimsieg zum Auftakt in die Pokalrunde, in der die Mannschaften der unteren Tabellenhälfte beider Vorrundenstaffeln aufeinander treffen. Hier kommt es am folgenden Sonntag um 11:15 Uhr in der Herrenberger Markweghalle bereits zu einem Wiedersehen mit dem 3. Bundesliga Nachwuchs aus Plochingen, dem man vor einem Monat in einer sehr hitzigen Partie nur knapp unterlag.

SG-Team hält nur elf Minuten mit

Zu viele überhastete Aktionen

Die männliche A-Jugend der SG H2Ku Herrenberg hat ihr letztes Heimspiel in der Baden-Württemberg-Oberliga verloren. Das Team um das Trainergespann Tim Gauß/Luca Waidelich unterlag nach einem temporeichen Spiel der MTG Wangen mit 32:36. Aus Sicht von Tim Gauß eine unnötige Niederlage: „Wir haben uns im zweiten Spielabschnitt, in dem es anfänglich gut lief, zu viele überhastete Aktionen geleistet.“
In den ersten Durchgang startete die einheimische Mannschaft mit einer 3:0-Führung, doch dann drehte das Team aus dem Allgäu um ihren überragenden Rückraumwerfer Max Weber (11 Tore) die Partie zum ersten Mal zu einer 5:4-Führung nach 8 Minuten. Doch der auf Halblinks agierende SG-Torjäger Sven Jacobs stand Weber in nichts nach und erzielte aus dem Rückraum im ersten Spielabschnitt das Gros seiner sieben Feldtore. Mit einem ausgeglichenen 19:19 ging es in die Pausenkabine.
Nach Wiederanpfiff hielt Herrenberg das Spiel offen, auch die Anleihen an die B-Jugend mit Tim Schweizer, Felix Engelland und Danilo Bartolotta machten ihre Sache ordentlich. Zudem parierte SG-Keeper Simon Benzenhöfer die platzierten Würfe von Weber ein ums andere Mal und hielt sein Team im Spiel.
Durch schnelle Gegenstöße über Leon Fischer und Timo Sattler lag der SG-Nachwuchs in der 36. Minute noch mit 23:21 in Führung. Doch dann begann die Wangener Abwehrumstellung allmählich zu greifen, wurde doch Sven Jacobs offensiv manngedeckt, so dass aus dem stehenden Angriff heraus den Herrenbergern nicht mehr so viel gelang. Binnen sechs Minuten drehte Wangen die Partie erneut von einem 22:24-Rückstand in einen 28:24-Vorsprung (44.). Die SG-Spieler verzettelten sich in dieser Phase zu sehr in Einzelaktionen oder blieben mit ihren Würfen an der gegnerischen Abwehrmauer hängen.
Zwar versuchte die Heimmannschaft noch mit einer kurzen Deckung für Max Weber in den letzten fünf Minuten, die Wangener Angriffe vor andere Aufgaben zu stellen, doch auch Webers Nebenleute fanden die eine oder andere Lücke. So blieb es bis zum Schlusspfiff und dem Endstand von 32:36 aus SG-Sicht beim Rückstand von vier Toren. Das letzte Spiel in der Baden-Württemberg-Oberliga bestreitet die SG-Jugend am kommenden Samstag, 19. Dezember, um 17 Uhr beim TV Plochingen

SG H2Ku Herrenberg: Benzenhöfer, Lutz (beide im Tor), Bartolotta (1), Chmel (4/2), Fischer (5), Gauss (7), Sattler (3), Mannhorst, Schweizer (1), Engelland, Raisch (3), Jacobs (8/1)

SG-Team hält nur elf Minuten mit

Eine herbe 25:33-Niederlage musste die männliche A-Jugend der SG H2Ku Herrenberg beim übermächtigen Oberliga-Rivalen VfL Pfullingen hinnehmen. Zeitweise lag das Team des Trainergespanns Tim Gauß/Luca Waidelich mit 13 Treffern im Rückstand. Bereits in der ersten Halbzeit ging es früh um Schadensbegrenzung. Lediglich bis zum 4:6 nach elf Minuten durch Leon Fischer (GB-Foto: gb) konnte die SG-Sieben mithalten. Danach fiel das Team förmlich auseinander. Die Angriffe waren zu statisch, es gab keine Bewegung ohne Ball, was zu vielen Ballverlusten und einfachen Gegentoren führte. In der Abwehr hatte man kaum etwas dagegenzusetzen und es zeichnete sich eine herbe Niederlage ab. Zur Halbzeit lag das Gäuteam bereits mit zehn Toren (9:19) zurück. In der Halbzeitansprache versuchte Tim Gauß seinen Schützlingen zu verdeutlichen, wie wichtig es sei, noch „Herz zu zeigen“ und das Spiel sauber zu beenden.
Im zweiten Durchgang war die SG H2Ku nur über Einzelaktionen erfolgreich, dafür steigerte man sich in der Abwehr und zwang Pfullingen dazu, sich die Tore härter erarbeiten zu müssen. Die SG konnte den Rückstand bis zum Ende noch auf acht Tore (Endstand 33:25) reduzieren, nach der schlechten ersten Halbzeit war die Moral des Teams in Halbzeit zwei aber eines der wenigen Lichtblicke. -gb-

SG H2Ku Herrenberg: Benzenhöfer, Lutz (beide im Tor), Mannherz (1), Chmel (2), Fischer (6), Baitinger, Biller (3), Sattler (3), Mannhorst (1), Raisch (2), Jacobs (7)

Sicher geglaubter Sieg wird leichtfertig aus der Hand gegeben

Verdutzte Blicke nach 60 Spielminuten in der Markweghalle, denn das 27:33 auf der Anzeigetafel spiegelte überhaupt nicht den Verlauf der A-Jugend Partie wider.
Mit dem TSV Denkendorf gastierte eine aus den Vorjahren bekannte Mannschaft in Herrenberg. Entsprechend gut war die A-Jugend von Tim Gauß und Luca Waidelich auf den Gegner eingestellt und startete stark in die Partie. In der Abwehr ließ man in den ersten 15 Minuten lediglich 5 Tore zu und im Angriff erzielte man mit ansehnlichem Handballspiel von allen Positionen Tor um Tor, wobei sich erneut Silas Baitinger (9) im rechten Rückraum als Aktivposten auszeichnete. Obwohl der erarbeitete 4 Tore-Vorsprung anschließend wieder auf 10:9 (19.) schmolz, fing sich der SG H2Ku Nachwuchs in der Abwehr kurz darauf wieder und gestaltete das Halbzeitergebnis mit 17:12 aus Trainersicht zufriedenstellend. Auch zu Beginn der zweiten Hälfte sah es zunächst so aus, als ob man auf den zweiten Heimsieg der Saison zusteuern würde. Doch dann kam es in der 34. Minute zu einem kompletten Einbruch des Heimteams. Zuerst vergab man einen 7m, kassierte anschließend eine 2-Minuten Strafe und bekam in der Abwehr keinen Zugriff mehr auf die wendigen Gegenspieler. Daran sollte auch eine Auszeit des Trainerteams nichts ändern, denn nun wuchs der gegnerische Torhüter über sich hinaus und entschärfte unzählige freie Würfe der Herrenberger. Dazu kam, dass man auf eine Manndeckung der Gegner im Angriff keine Lösung fand und alle Spieler plötzlich sehr nervös und mutlos agierten. Nach zehn torlosen Minuten erlöste Vincent Biller sein Team und erzielte den 20:20 Ausgleich (42.). Doch auch das brachte nicht die erhoffte Wende, der rote Faden im Herrenberger Spiel war gerissen. Während man jedes weitere Tor hart erkämpfen musste, spielten sich die Gäste in einen wahren Rausch und bestraften jeden Fehler konsequent mit Tempohandball. Daran, dass die Niederlage mit 6 Toren Differenz auch noch recht hoch ausfiel, hatten einige Spieler nach Abpfiff noch sichtlich zu knabbern. Trainer Tim Gauß versuchte dem Spiel dennoch etwas Gutes abzugewinnen: „Für meine Jungs war das eine gute Lektion. Leider trat genau das ein, vor was ich in der Halbzeit noch gewarnt hatte. Auch gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner darfst du in der Oberliga bis zum Abpfiff nicht abschalten, du bekommst hier nichts geschenkt. Jetzt haben wir endlich mal zwei spielfreie Wochenenden und ich hoffe, dass sich unsere Verletztenliste bis zum Bezirks-Derby beim VfL Pfullingen etwas reduziert.“

Baitinger hält sein Team im Spiel

Bei der männlichen A-Jugend der SG H2Ku Herrenberg stellt sich zurzeit die Frage, welche Verletzten dürfen mit beim Oberliga-Spiel auf die Bank und wer muss auf die Tribüne. Aber trotz personellem Engpass hält der SG-Nachwuchs gegen das starke Team des TSV Heiningen lange mit, ehe am Ende doch eine deutliche 31:27-Niederlage steht. Das Spiel gestaltete sich zunächst offen. Der TSV erarbeitete sich nach sechs Minuten mit 5:3 einen Zwei-Tore-Vorsprung. Durch starke Paraden von Alexander Lutz im SG-Tor und satte sieben Tore von Silas Baitinger in der ersten Halbzeit, blieb man in Schlagdistanz, zur Halbzeit stand es 16:15 für die Gäste.

In der Pausenkabine merkte man den Spielern die Anstrengung an und so setzte SG-Trainer Tim Gauß zu Beginn der zweiten Halbzeit auf die B-Jugend, die mit drei Spielern als Kaderverstärkung hinzugezogen wurden. Einen Bruch im Spiel gab es dadurch keinen. Im Gegenteil, die B-Jugendlichen machten ihre Sache mehr als ordentlich. Bis zum 29:31 (52.) war die Partie offen. In der Auszeit fünf Minuten vor Abpfiff setzte die SG H2Ku auf eine doppelte Manndeckung, um den Gegner zu Fehlern zu zwingen. Heiningen nutzte die dadurch großen Räume aus und setzte sich am Ende noch deutlich zum 37:31 ab. Am kommenden Sonntag hat die SG-A-Jugend erneut ein Heimspiel, um 15.45 Uhr geht es gegen den TSV Denkendorf. -gb-

SG H2Ku Herrenberg: Lutz, Benzenhöfer (beide im Tor), Mannherz (1), Chmel (2), Fischer (5), Gauss (1), Baitinger (12), Biller, Raisch, Bartolotta (1), Krebs (1), Jacobs (8/1)

Auswärtsniederlage der H2Ku A-Jugend gerät zur Nebensache

Die Partie bei der Jugendhandball-Akademie Neuhausen/Ostfildern (JANO Filder) wird allen
Beteiligten leider noch lange in Erinnerung bleiben. Beim Stand von 24:18 wurde das Spiel in der 50.
Minute aufgrund einer sehr schweren Verletzung eines Spielers der Heimmannschaft abgebrochen.
Das Team der JANO Filder scheiterte zu Saisonbeginn denkbar knapp an der Qualifikation für die
Jugendbundesliga und gilt daher als Favorit für den Staffelsieg in der Baden-Württemberg Oberliga.
Doch in der ersten Halbzeit war kein Leistungsunterschied beider Teams zu erkennen, beide zeigten
Jugendhandball auf sehr hohem Niveau. In der Abwehr des H2KU-Nachwuchses sorgte insbesondere
Torhüter Simon Benzenhöfer mit zahlreichen Paraden dafür, dass die Heimmannschaft nicht
davonziehen konnte. Im Angriff waren an diesem Tag Sven Jacobs und Leon Fischer gut aufgelegt und
erzielten Tor um Tor. Bis zum Halbzeitstand von 16:13 waren die Gäste im Soll.

Kurz nach Wiederanpfiff der Partie nahm man sich auf Herrenberger Seite vor, die Kreise des stark
aufspielenden Mittelmanns der Gegner mit einer offensiveren Ausrichtung der Abwehr einzuengen,
was aber konsequenterweise die Räume für die Nebenleute öffnete. Die SG-Abwehr verlor nun
Zweikampf um Zweikampf gegen die flinken Spieler der JANO Filder und nach sechs gespielten
Minuten in der zweiten Halbzeit wuchs der Rückstand auf sieben Tore an. In den Folgeminuten
mühte man sich, den Fehlstart wettzumachen bis die besagte 50. Minute das Handballspiel zur
Nebensache machte. Bei einer Abwehraktion verdrehte sich ein JANO-Spieler so unglücklich das Bein,
dass er sich dabei die Hüfte auskugelte und schreiend zu Boden ging. Sofort wurde der Notarzt
gerufen und das Spiel unterbrochen. Nach längerer Warte- und Behandlungszeit diskutierten die
Trainer und Schiedsrichter die Fortführung der Partie. Zunächst wollten die Teamkameraden des
Verletzten die Partie für ihn zu Ende spielen, letzten Endes entschied man sich aber dazu, die Partie
abzubrechen. SG-Trainer Tim Gauß: „Das waren wirklich schreckliche Minuten für alle Beteiligten. Für
uns war sofort klar, dass wir die Entscheidung über die Fortführung der Partie der Heimmannschaft
überlassen. Das Ergebnis hat letzten Endes niemanden mehr interessiert.“ Wie das Spiel letztlich
gewertet wird, ist unklar, man geht aber davon aus, dass es leistungsgerecht mit 24:18 für die JANO
Filder gewertet wird.

Die SG A-Jugend empfängt am kommenden Sonntag um 12:30 Uhr einen weiteren Favoriten der
BWOL – die TSV Heiningen – in der Markweghalle zum nächsten Saisonspiel. An dieser Stelle
wünschen wir dem verletzten Spieler der JANO Filder gute Besserung und drücken ihm die Daumen,
dass er bald wieder auf das Spielfeld zurückkehren kann!

SG-Jugend auf Abenteuer-Tour

Warum einfach, wenn’s auch schwerer geht: Getreu dieser Devise haben sich die Trainer der männlichen A-Jugend, Tim Gauß und Luca Waidelich, vor über einem halben Jahr entschlossen, mit dem Jahrgang 2003/04 in der höchsten Spielklasse im Land, der Baden-Württemberg-Oberliga, anzutreten. Wären die letzten beiden Spieljahre „normal“ verlaufen, wäre ein solcher Sprung für das einstige Württembergliga-Team im Grunde die Krönung der Jugendkarriere gewesen. So hat es Corona möglich gemacht, dass der SG-Nachwuchs, so Tim Gauß, „nun maximal gefordert sein wird“. Da qualifikationstechnisch aufgrund abgebrochener Hallenrunden keine Leistungseinschätzung möglich war, wird die Oberliga in zwei Achter-Staffeln zuerst eine Qualifikation ausgespielt. Und diejenigen Vereine, die es sich zutrauten, von der Leistungsstärke her mitzuhalten, konnten sich melden.

Für Tim Gauß und Luca Waidelich, die den vielversprechenden SG-Nachwuchs bereits seit der „ersten Corona-Saison“ 2019/20 betreuen, steht unabhängig vom Saisonverlauf die individuelle Entwicklung der Spieler „ganz klar an erster Stelle“. Der eine oder andere Akteur soll auch Spielpraxis im Landesligateam der SG H2Ku sammeln. Die Abenteuer-Tour für die männliche A-Jugend in der Oberliga startet am morgigen Sonntag bei der TGS Pforzheim (16 Uhr). -gb/asg-

Quelle: Gäubote