Rekordverdächtiger Sieg der männlichen D1

Am vergangenen Samstag war die männliche D1 zum ersten mal in der Liga am Ball. Aus einer guten Vorbereitung kommend startete die Sieben der beiden Trainer Martin Bayer und Nico Kiener mit viel Selbstbewusstsein in das Duell gegen den SV Leonberg/Eltingen.

Nach einem 1:1 zu Beginn der Partie dreht die SG-Mannschaft richtig auf. Die Spielfreude war allen Akteuren der Handballschule anzumerken. Von Beginn an übernahmen sie das Heft des Handelns und starteten einen 9:0 Lauf. In der Hoffnung den Lauf der Herrenberger zu unterbrechen nahm Gästecoach Thomas Hettler beim Stand von 11:1 nach 8 gespielten Minuten die erste Auszeit. Jedoch machte es den Eindruck als bestärkte die Auszeit der Leonberger die Nachwuchshandballer der SG lediglich. Man lies die Gegner erst garnicht in den Angriff kommen und attackierte von Anfang an direkt am gegnerischen 9-Meter und zwang die Gegner zu etlichen Fehlern. Daraus konnte man immer wieder Kapital schlagen und baute den Vorsprung bis zur Halbzeit gar auf 30:3 aus.

Die Kiener Sieben dachte trotz Führung Garnicht daran einen Gang runter zu schalten und blieb in der Abwehr giftig und aufmerksam.“Wir wollen dass die Jungs lernen immer 100% zu geben egal bei welchem Spielstand. In anderen spielen werden wir auch über die volle Distanz wach und konzentriert bleiben müssen.“, fügen die Coaches nach der Partie an.
Im Angriff überrannte man die Gegner weiterhin regelrecht. Schöne Kombinationen und schöne Tore, im Herrenberger Angriffsspiel wurde einiges geboten. Die Trainer der SG konnten munter durch wechseln und so kamen im Endeffekt gleich 4 Spieler über 10 mal zum Torerfolg. Die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor konnte man bis zum Ende beibehalten und so gelang es der SG-Mannschaft einen Rekordverdächtigen 63:6 Sieg einzufahren.
Die Coaches wussten die Leistung aber einzuordnen:“Wir haben hier nicht gegen den stärksten Gegner der Liga gespielt, da werden noch andere Mannschaften auf uns zu kommen“, meint Coach Martin Bayer.

Dreifach Sieg der Handballschule in Reutlingen

In der Vorbereitung auf die neue Saison stand für die männliche D-, C- und B-Jugend der BW Bank Cup in Reutlingen auf dem Plan. Durch kämpferisches Auftreten und starken Leistungen gelang allen 3 Starterteams in allen 3 Spielklassen der Turniersieg.

Den Anfang machte am Samstag die männliche C1. Erfolgreich startete die Mannschaft von Peter Kiener und Marvin Georg in das Turnier und schlug den ersten Gegner, den VfL Kirchheim/Teck mit 16:3 und setzte damit direkt ein kleines Ausrufezeichen.
Hatte man doch die vermeintlich leichtere Gruppe erwischt. Denn, in der Gruppe B warteten Teams wie Pfullingen, kämpferisch auftretende Ober-Unterhausener und Mössingen um Coach Axel Kromer.

Auch die nächsten Gruppenspiele konnte die C1 für sich entscheiden und so stand man mit 6:0 Punkten als Gruppensieger plötzlich im Halbfinale.
Dort warteten jedoch die Ober-Unterhausener welche durch ein sehr körperliches Spiel die Favoriten aus Mössingen mit 7:3 ausschalteten.

Die Mannschaft von Trainer Peter Kiener wusste jedoch auf was es gegen die körperlich überlegenen Gegner ankommen würde. So kamen die Jungs sehr gut ins Spiel und führten nach wenigen Minuten auch dank einer starken Torhüterleistung schon mit 3:0. Mit einem temporeichen Spiel und schönen Kombinationen über den Kreis gelang den Herrenbergern ein ums andere Mal der Durchbruch. So machten die Herrenberger ihren körperlichen Nachteil mit einem schnellen sowie quirligen Auftreten schnell zu einem Vorteil und man konnte trotz einigen Fehlwürfen mit 6:4 gewinnen. Der Grundstein hierfür lag in der Abwehr, wo man die Gegner mit ihren eigenen Waffen schlagen konnte.
Im Finale wartete nun der VfL Pfullingen. Als Außenseiter startend kam man wieder gut ins Spiel hinein. Ein von Fehlern dominiertes Spiel wurde zu einem spannenden Schlagabtausch.
Über eine überzeugende Abwehrleistung konnte man auch den VFL Pfullingen mit 4:3 regelrecht nieder kämpfen.
Nach dieser kämpferischen Leistung können sich die Jungs über einen überraschenden jedoch verdienten Turniersieg freuen. Um den Turniersieg jedoch nicht überzubewerten mahnte Trainer Peter Kiener:“Die Spielzeit war jedoch mit nur 12 Minuten sehr kurz“. So bleibt abzuwarten wie sich die C1 in der Saison über die volle Distanz gegen eben diese Gegner schlagen wird.

Die männliche D1 konnte am Sonntag dann einen nahezu ungefährdeten Turniersieg einfahren.
9:5, 13:0 und 8:1: Gleich in den ersten Gruppenspielen konnte man die Ambitionen unterstreichen und alle Spiele deutlich für sich entscheiden. Als Gruppensieger stand man somit im Halbfinale und auch dort zeigte die Truppe von Nico Kiener und Martin Bayer eine starke Leistung. 10:2 stand nach Abpfiff der Partie auf der Anzeigetafel.
Im Finale wartete nun die Mannschaft der Jugendakademie Neuhausen/Ostfildern. In der Gruppe bezwang man die Mannschaft noch mit 9:5. Im Finale zeigten die Jungs aus Herrenberg jedoch eine noch mal verbesserte Leistung und man konnte durch ein sehr dominantes Spiel die Jugendakademie gar mit 12:0 schlagen.
Die Trainer wirkten sichtlich zufrieden und konnten kurz vor Rundenbeginn nochmals neue Eindrücke gewinnen.

Nach der D-Jugend am Ball: die männliche B1. Um den dreifach Erfolg für die Handballschule perfekt zu machen, zeigten die Jungs von Trainer Maxi Schöllkopf und Jannis Mezger von Anfang an eine konzentrierte Leistung. 11:6 gewann man gegen Ligakonkurrent Mössingen und gar mit 13:5 konnte man gegen die HSG Ermstal punkten.
Im Halbfinale gaben sich die Jungs keine Blöße und gewannen auch gegen den TSV Grabenstetten mit 15:6.
Wieder mal traf die SG-Mannschaft im Finale auf die Spvgg Mössingen. Und wiedermals wurde es eine klare Angelegenheit. 12:6 hieß das finale Ergebnis gegen den Kontrahenten in der Verbandsklasse. Somit war der Dreifachsieg der Handballschule beim Reutlinger Vorbereitungsturnier perfekt.
Für Trainer Maxi Schöllkopf war das Turnier wichtig:“Wir konnten bei dem Turnier einige Dinge im Angriff ausprobieren und auch mal gegen offensivere Abwehrreihen spielen.“ Sichtlich zufrieden konnte die männliche B1 die Vorbereitung auf die neue Saison mit einem Erfolgserlebnis abschließen.

Talente trainieren auch bei fünf Grad draußen

Wie, ihr wisst nicht, was Sidesteps sind?“ Für einen kurzen Moment ist Nico Kiener irritiert. Dann zeigt der Trainer der männlichen D-1-Jugend eben kurz selber, wie die Seitwärtsbewegungen, synchron und mit leicht erhobener Armbewegung ablaufen. Das war’s aber schon, was an diesem Donnerstagnachmittag in der Haslacher Sporthalle von dem 42-jährigen Kiener und seinem Trainerkollegen Martin Baier kurz demonstriert werden muss. Ansonsten lief eine der ersten Halleneinheiten nach den Pfingstferien so ab wie immer – als ob es Corona und eine monatelange Unterbrechung für die Handballtalente der SG H2Ku Herrenberg nicht gegeben hätte.
Kiener lächelt: „Der Vorteil ist, dass wir hier doch noch auf dem Land leben und die Kinder in diesem Alter einfach noch draußen unterwegs sind.“ In der Tat: Obwohl die schwül-warme Luft den ganzen Donnerstagmittag über einen ergiebigen Landregen erwarten ließ, stehen acht Fahrräder vor der Halle. „Die fahren wie selbstverständlich mit dem Rad von Kuppingen, Herrenberg und Jettingen nach Haslach“, hat Nico Kiener festgestellt. Von wegen Eltern-Taxi. Der hauptamtliche Landestrainer des Handballverbandes Württemberg (HVW), der zudem im Deutschen Handball-Bund die Nachwuchsmannschaften im weiblichen Bereich trainiert und seit kurzem noch in der Frauen-Bundesliga bei Frisch Auf Göppingen als Trainer tätig ist, betreut die Jahrgänge 2009 und 2010 seit einigen Jahren. Spielen hier doch seine beiden Söhne Mats und Michel mit.

Defizite, was Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination angeht, hat die Abstinenz vom Hallentraining seit dem zweiten Lockdown ab Ende Oktober bei den 13 D-Jugendlichen nicht ausgelöst. „Wir haben ja weiter trainiert, so gut es ging und es die Corona-Verordnungen eben zugelassen haben“, unterstreicht Kiener die Situation, in der der Handball-Nachwuchs der SG H2Ku Herrenberg wie viele andere Vereine steckte.

Marcel Kohler, zusammen mit Luca Waidelich Leiter der im vergangenen Jahr installierten Handballschule der SG H2Ku (wir berichteten), räumt zudem offen ein, dass der Verein aufgrund des kostenpflichtigen Trainingsangebotes ein wenig in Zugzwang geriet: „Bei uns galt relativ schnell die Devise, dass wir für unseren Beitrag eine Leistung erbringen müssen und die Trainer haben da auch entsprechend mitgezogen.“ Im Gegensatz zu umliegenden Vereinen, die in der Regel nur einen geringfügigen zweistelligen Jugendbeitrag pro Jahr erheben, fallen bei der Handballschule in Herrenberg Beiträge von fünf bis zu 25 Euro jeden Monat an. Der Betrag ist nach Altersstufen gestaffelt und ob der Jugendliche in einer leistungsorientierten oder einer Freizeitmannschaft mitspielt. Eine Leistungsmannschaft wie die D1-Jugend trainiert bereits nicht weniger als drei Mal die Woche. Kohler: „Wir wollen uns da auch einen Vorteil gegenüber anderen Sportarten verschaffen.“ Gerade im D-Jugendalter mit zehn, elf Jahren probieren die Jungs und Mädchen meist noch mehrere Sportarten aus. Mit dem Übergang auf weiterführende Schulen, ab der fünften Klasse, ist die Freizeit begrenzter und man entscheidet sich in Absprache mit den Eltern öfters nur noch für einen Sport.

Während die SG H2Ku im ersten Lockdown im März und April 2020 die Handballübungseinheiten absagte, war von einer „Schließung“ der Handballschule ab November 2020 nicht mehr die Rede. Kohler&Co. boten zahlreiche Aktivitäten wie zweimaliges Online-Training pro Mannschaft, Kilometer-Läufe und so genannte Corona-Games an, bei der sich die Jugendlichen kniffligen Aufgaben stellen mussten. Etwa mit der „falschen Hand“ in einer bestimmten Zeit so viele Bälle oder Pässe an die Hauswand zu spielen wie möglich. Oder Erdnüsse auf Strohhalme zu stapeln. Als im Februar zunächst nur Outdoortraining zu zweit, später dann in Fünfer- oder Zehnergruppen möglich war, wurden wieder Übungsstunden auf dem Tartanplatz hinter der Haslacher Sporthalle abgehalten. „Wir hatten da mal nur fünf Grad oder es hat geschneit – aber den Jungs hat’s immer Spaß gemacht“, meint Nico Kiener rückblickend. Aber als Sportwissenschaftler weiß er, wie schwierig es ist für kleinere Vereine, da ein ständiges Übungsangebot aufrechtzuerhalten: „Das ist megaschwierig und geht eigentlich nur über engagierte Trainer.“

In der Handballschule haben Spieler und Trainer der Männer- und Frauenersten wie Aylin Bok oder Fabian Gerstlauer samstags ein altersübergreifendes Online-Training angeboten. Die Spielerinnen der Zweitliga-Frauen haben Übungen per Video aufgenommen, die von der Handballschule auf die Homepage gestellt wurden. Die SG-Jugendlichen haben daraufhin ihrerseits zahlreiche Videos eingesandt.

Nach der viertelstündigen Aufwärmphase im D-Jugendtraining wird in Dreiergruppen das Abwehrverhalten geschult. Kurze Anweisungen von Kiener werden sofort umgesetzt, mit Korrekturen muss sich der versierte Handballcoach nicht lange aufhalten. Er schmunzelt, wie reibungslos das alles abläuft. Vielsagend meint er: „Sie wissen auch: Wenn sie nicht zuhören, bekommen sie Ärger.“ Und: Das Abschluss-Spielchen sechs gegen sechs würde vielleicht ausfallen. Diese Gefahr droht an diesem Donnerstag nicht. Die D-Jugend hat vom Schneegestöber im Februar bis zum ersten Hallentraining quasi auf dem Tartanplatz durchtrainiert, zum Schluss waren gar 20er-Gruppen zugelassen. Auf eine Bilanz ist Kiener besonders stolz: „Also bei uns hat mit Handball kein Einziger aufgehört.“
Quelle: ANDREAS GAUSS – Gaeubote

Den Teamsport (Vor-)leben: Die Corona Zeit Sinnvoll und effektiv nutzen

Irgendwie sitzen wir alle im gleichen Boot: Wir lieben den Handballspielen und brauchen den Wettkampf. Nach einer gelungenen Mannschaftsleitung den Ball ins Tor zu „schweißen“ oder als Torwart einen „freien Wurf“ des Gegners halten, nach einem Sieg feiern aber auch nach einer Niederlage wieder aufstehen und weiter machen. Das sind die Augenblicke, wofür wir diesen Sport mit dieser Begeisterung treiben. Doch leider dürfen wir aktuell nicht in die Hallen, weder zum Trainieren geschweige denn zum Spielen. Die Runde hat für die Jugend eben begonnen und wird auch gleich wieder abgebrochen. So geht es leider beinahe allen, nicht nur im Bezirk oder im Verband, ja sogar deutschlad- und weltweit…

Doch was wären wir für Sportler/innen uns davon abhalten zulassen uns fit zu halten und das Beste aus der Situation zu machen? So haben auch wir uns entschieden uns 2x die die Woche online zu treffen und an unserer Athletik, Kondition und Koordination zu arbeiten. Selbstverständlich ist das mit einem Training in der Halle nicht zu vergleichen, doch wenn die Saisonspiele wieder los gehen wollen wir zumindest das Fitnesslevel nicht von Grund auf neu aufbauen.

Um das abwechslungsreich und Teamorientiert zu gestalten haben wir D-Jugend Trainer aus dem männlichen und weiblichen Bereich zusammengeschlossen und uns ein paar Dinge überlegt wie wir möglichst viel Motivation, Abwechslung, Anspruch und vor allem Spaß, Sinn und Handballspezifisches Wissen vermitteln können.

So gab es neben per WhatsApp kommunizierten individuellen Aufgaben auch eine gemeinsame Challenge in der es im Kern darum ging, dass alle D-Jugendlichen zusammen eine gewisse Anzahl an Ausdauer- und Kraftübungen über einen Zeitraum von 3 Wochen absolvieren mussten. Diese Herausforderung wurde erfolgreich abgeschlossen, so dass die Trainer als Belohnung ein Grillfest organisieren werden mit einem Fußballspiel „Trainer/Eltern gegen die Kinder“. Leider konnte dies Corona bedingt noch nicht umgesetzt werden.

Bei den Online Trainingseinheiten wechseln sich die Trainer regelmäßig ab und besprechen die Inhalte. Neben Athletik, Schnelligkeit und Koordination werden u.A. auch Balltechniken trainiert bzw. vertieft. Dies immer mit etwas Theorie, indem die Knotenpunkte erklärt und teilweise abgefragt werden. Natürlich steht und fällt bei solch artigen Trainingseinheiten alles mit dem Einsatz der Kinder und Trainer. Aber hier können wir uns nicht beschweren. Es läuft super und kommt sehr gut an. So gut, dass wir auch internationale Beteiligungen hatten und Handballfremde Sportarten angefragt habe teil nehmen zu dürfen.

Selbstverständlich ist der Schulalltag sicher zu stellen (sofern er denn stattfinden kann), doch die körperliche Aktivität sollte nicht vernachlässigt werden, zumal die Einheiten meist kompakter sind und der Anfahrtsweg entfällt. Es kann als „Ventil“ dienen und der perfekte Ausgleich für den Berufs- oder Schulalltag sein.

Zusammengefasst machen wir alle das Beste aus der Situation, treiben Sport und behalten unseren unerschöpflichen Wettkampfgedanken und ja liebes COVID19, auch gegen Dich werden wir als Sieger vom Platz gehen!

In diesem Sinne und mit sportlichem Gruß
Die Trainer der D-Jugend (männlich und weiblich)