Ehrung weibliche C-Jugend und weibliche B-Jugend

Im Rahmen des Heimspiels unserer Männer 1 gegen Weilstetten am vergangen Mittwoch wurden in der Halbzeitpause die Teams der weiblichen C-Jugend und weiblichen B-Jugend geehrt.

Quali-Runden Auftakt für Teams der B-Jugend

Für die Spitzenteams der weiblichen sowie männlichen B-Jugend der Handballschule hat schon am vergangenen Samstag die Qualifikationsrunde für die neue Spielzeit begonnen.

Kaum ist die alte Saison beendet sind die Teams umgestellt auf die neuen Jahrgänge. Rasch steht schon der erste Gradmesser für die B1 des männlichen Bereiches auf dem Programm. Von der vor Quali Runden üblich angekreideten fehlenden Spielpraxis kann somit keine Rede sein. Spielte man bis vor wenige Wochen doch noch in den alten Mannschaften.

Die männliche B1 ging am vergangenen Samstag in Schwiberdingen bei der HSG Strohgäu an den Start. Weiterer Gegner in der 3er-Gruppe: der TSB Ravensburg. Schon vor Beginn war den Trainern Maxi Schöllkopf und Andreas Kohler klar, dass sie diesmal nicht zu den klaren Favoriten zählen würden. Denn bis auf 2 Spieler besteht die gesamte Mannschaft aus Spielern des jüngeren Jahrgangs.

Ins erste Spiel des Tages startete man denkbar unglücklich mit einer knappen 9:8-Niederlage. Von Anfang an legten die Gastgeber vor und bauten den Vorsprung stetig aus. Erst eine Auszeit brachte eine spürbare Trendwende. Nach dem 6:2 Rückstand agierte man wieder konzentrierter und konnte knapp 2 Minuten vor Ende den Anschlusstreffer zum 9:8 Endstand erzielen. Ärgerlich für das SG-Team, das in den folgenden 2 Minuten kein Treffer mehr gelingen sollte.

Viel Zeit zum Ärgern gab es für die Jungs jedoch nicht, stand doch das nächste Spiel schon auf dem Plan. Dies begann wie das Vorherige. Schnell setzten sich die Gegner der TSB Ravensburg ab. Wieder erst eine Auszeit der Coaches Maxi Schöllkopf und Andreas Kohler brachte die Jungs ins Spiel. Doch lange ließen sich, dass die starken Ravensburger nicht gefallen und so spielte man die körperliche Überlegenheit ein ums andere Mal aus. Dadurch zog man von einem 5:7 durch einen 8:2-Lauf auf den 7:15 Endstand davon.

Gute Ansätze waren für die Coaches der Handballschulen Mannschaft trotz allem klar erkennbar, somit fällt das Fazit von Maxi Schöllkopf nicht nur negativ aus:“Ich kann den Jungs keinen Vorwurf in Sachen Kampf, Wille und Einsatz machen. In der HVW-Quali hat sich deutlich gezeigt, dass andere Mannschaften aufgrund ihres höheren Alters und dem daraus resultierenden körperlichen Vorteilen einen Schritt weiter sind. Wir werden weiterhin hart arbeiten, um die Jungs individuell weiter zu entwickeln.“

Als Gruppen 3. wird die männliche B1 im kommenden Spieljahr nun in der Bezirksliga auf Punktejagd gehen. Die Coaches sehen die kommende Spielzeit als ein Jahr des Lernens. „Es geht für uns vor allem darum, dazuzulernen und sich gegen andere Jungs zu messen“, meint Maxi Schöllkopf.

weibliche B1 nach starker Saison Württembergische Vize-Meisterinnen

Es waren die Schlussminuten einer langen und kräftezehrenden Saison, welche in einem Herzschlagfinale über die württembergische Meisterschaft entscheiden sollten.

Beide Teams haben sich die Teilnahme an der württembergischen Runde der Meisterinnen redlich verdient. Von September bis Weihnachten trat man im ersten Saisonabschnitt in der Verbandsklasse an, eine Art Qualifikationsrunde für den Spielbetrieb ab Januar. Hier war man gar schon in derselben Staffel mit den Gegnerinnen, den Stuttgarter Kickers 2.

Damals ging man noch mit 14:0 Punkten durch die Liga und lies sich durch nichts aufhalten. Den 2. und damit letzten Startplatz für die Württembergliga ergatterte jene Mannschaft der Stuttgarter Kickers. Im Januar ging es dann für beide Mannschaften in der höchsten Spielklasse des HVW weiter. Die Spiele wurden nun noch schwerer und noch umkämpfter. Vor dem letzten Spieltag der Liga stand man mit 10:0 Punkten auf Tabellenplatz 1, nun warteten jedoch die Verfolgerinnen aus Weinstadt auf den Bundesliganachwuchs aus Herrenberg. In einem hart umkämpften Spiel mit vielen Toraktionen zog man zwar mit 23:21 den kürzeren, aufgrund des 3-Tore Hinspiel Sieges errang man jedoch trotzdem den 1. Platz der Württembergliga Staffel 2. Nach 13 Saisonspielen entschied 1 einziges Tor über die Meisterschaft in der Staffel 2 der höchsten Spielklasse im HVW.

Nun wartete jedoch noch die Endrunde der Meisterinnen auf die Mädels von Trainerin und Jugendleiterin Aylin Bok. Hier gab es ein jähes Wiedersehen mit einer altbekannten Mannschaft aus der Verbandsklasse: den Stuttgarter Kickers. Auch sie sicherten sich den 1. Platz in Ihrer Staffel nur durch den Gewinn des direkten Vergleiches mit Platz 2.

Schon vor dem Duell war klar, dass es ebenso eng im württembergischen Finale der beiden Meisterteams werden sollte. Kopf an Kopf ging es durch die Anfangsphase, ehe sich die Gegnerinnen aus Stuttgart langsam auf 6:3 davon schlichen. Grund genug für die erste Auszeit von Trainerin Aylin Bok. „Wir haben viel zu viele freie Würfe liegen gelassen“, meinte sie.

In einer torarmen Partie schaffte man es jedoch nicht, bis zur Pause weiter zu verkürzen. Den besseren Start aus der Halbzeit erwischten zusätzlich auch noch die Kontrahentinnen. Dies führte zu einer komfortablen 15:9 Führung in der 37. Spielminute. Man könnte denken, das wäre eine Art Spielentscheidung knapp 13 Minuten vor Ende, doch nicht mit den SG-Mädels. Auf einmal legte man einen Schlussspurt hin, mit dem so kaum ein Zuschauer noch gerechnet hatte. Mit einem furiosen 6:1-Lauf und einer guten Abwehr samt Torhüterin im Rücken gelang durch Sina Venth eine Minute vor Schluss gar der Anschlusstreffer. Es war alles angerichtet, um die Aufholjagd fortzuführen, als die Stuttgarterinnen den Ball verloren. Knapp 20 Sekunden vor Ende und in eigenem Ballbesitz zog Trainerin Aylin Bok die letzte Auszeit. Viel dramatischer konnte die Saison für die Mädels kaum enden. 

Jedoch gehört dies auch zur harten Geschichte der Saison. Den Mädels blieb die Krönung einer tollen Aufholjagd verwehrt. Als man den letzten Angriff nicht im Tor Unterbringen konnte, ging der Rest dann nur noch im Jubel der Siegerinnen unter. Aylin Bok nach dem Spiel: „Wir haben zu viele eigene Fehler gemacht, auch wenn wir durch einen tollen Kampf wieder ins Spiel gefunden haben, war der Rückstand zu hoch.“

Auch wenn die Veredelung einer ohnehin schon starken Saison ausblieb, kann die Mannschaft mit Stolz auf eine starke Spielzeit blicken. In der gesamten Saison verlor man lediglich 2 Spiele, dies verdeutlicht das geleistete. So fällt auch das Fazit der Trainerin aus:“ Wir haben eine sehr gute Saison gespielt in der sich alle Spielerinnen weiterentwickelt haben. Auch wenn wir sie nicht mit einem Sieg beenden konnten, können die Spielerinnen trotzdem Stolz darauf sein, was sie geleistet haben.“

männliche D-Jugend – Bezirksmeister

Die männliche D-Jugend der SG H2Ku Herrenberg hat in überragender Manier den Titel des Bezirksmeisters errungen. Das von Nico Kiener und Martin Bayer trainierte Team setzte sich in der Endspielrunde im direkten Vergleich mit dem SV Magstadt und der HSG Böblingen/Sindelfingen in der Herrenberger Markweghalle durch. Bereits im ersten Spiel gegen Magstadt lag die Gäumannschaft nach acht Minuten mit 9:3 vorne, hatte so früh die Anfangsnervosität ablegen können. Über 14:8 zur Halbzeit gewann die SG H2Ku, die auch in der Spielrunde ohne Punktverlust geblieben war, klar mit 25:15. Die HSG gewann gegen Magstadt (26:16) deutlich, so dass es zu einem echten Finale um die Bezirksmeisterschaft kam. Vor rund 150 Zuschauern konnte sich Herrenberg bis zur Halbzeit nach einer fulminanten Vorstellung auf 21:9 absetzen. Den HSG-Spielern ging sichtlich die Puste aus, am Ende stand ein hoher und verdienter 34:24-Sieg für die SG H2Ku.

Gäubote 21.04.2022

Auf den richtigen Pfiff kommt es an

Kein Spiel ohne Schiedsrichter. Diese einfache Formel kennt jeder Sportler. Doch immer mehr Partien können im Handball nicht mehr ausgetragen werden, weil es immer häufiger an Referees fehlt. Der Trend ist seit Jahren rückläufig. Die SG H2Ku Herrenberg steuert seit etwa drei Spielzeiten offensiv dagegen – mit vorzeigbarem Erfolg.

Samstagmittag in der Böblinger Murkenbachhalle. Malin Kollinger gibt das Spiel zweier C-Jugendmannschaften mit einem klaren Pfiff frei. Das hört sich erst einmal unspektakulär an. Aber, so Darius Schanz: „Das Erste, was ein Referee lernen muss, ist, die Pfeife richtig zu benutzen“. Für Schanz ist dies das Einmaleins eines jungen Schiedsrichters. Schanz selbst ist ein umtriebiger Unparteiischer aus den Reihen der SG H2Ku, die es sich auf die Fahnen geschrieben hat, die Begeisterung für das Schiedsrichterleben an den Nachwuchs weiterzugeben. Für das Jahr 2019 gab es die Vorgabe des Handballverbandes Württemberg (HVW), alle Spiele unterhalb der C-Jugend-Altersklasse mit Kinderhandballspielleitern zu besetzen. So sperrig der Name erscheinen mag, war die Idee doch recht simpel. Der Heimverein stellt den Unparteiischen – so entfallen Fahrtkosten, der Aufwand ist geringer und die jungen Spielleiter sind in einer für sie gewohnten Umgebung unterwegs.

„Manche Vereine traten zu diesem Zweck an die älteren Jugendspieler heran, wir haben das Ganze bewusst mit C-Jugendlichen initiiert“, meint Darius Schanz, der zusammen mit Marcel Kohler, den Leiter der Herrenberger Handballschule, das Projekt leitet. Beim ersten Seminar, an dem alle C-Jugendmannschaften der SG verpflichtend teilgenommen haben, haben sich letztlich zehn Spieler bereiterklärt, den Spielleiter zu übernehmen. Unterstützt wurden sie dabei von Paten, die sich nicht nur aus aktiven Schiedsrichtern, sondern auch aus aktuellen und ehemaligen Spielern und Funktionären der Herrenberger SG zusammensetzen. Mit dabei waren und sind etwa Kai Wohlbold, Jan Rhotert, Johannes Roscic, Georg Mohr, Lea Neubrander oder Laura Waldenmaier. Sie alle betreuen die Kinderhandballspielleiter, geben Tipps und besprechen die Spiele im Nachgang. Das Credo hinter der Patenschaft lautet: „Der Schiedsrichter ist schützenswert“. Denn der Pate achtet auch darauf, dass es um das Spiel herum fair bleibt und es zu keinen verbalen Attacken kommt.

Die nächste Stufe für die Kinderhandballspielleiter ist dann der Jungschiedsrichter. Wie bei Malin Kollinger. Die 17- Jährige hat ihr Spiel in Böblingen souverän und unaufgeregt geleitet. Das bestätigt nach Spielschluss auch ihr Pate Ewald Hirneise, der ein wachsames Auge auf die Jungschiedsrichterin hat. Weitere Paten bei der SG H2Ku sind unter anderem Thomas Hennefarth, Nico Dongus, Florian Liss und eben Darius Schanz.

Malin Kollinger ist gemeinsam mit Fyn Gwinner und Jonas Gregor eine von drei Jungschiedsrichtern, die nach dem Kinderhandballspielleiter bei der Stange geblieben sind. „Das ist ein sehr gutes Ergebnis“, so Schanz, der nebenher selbst noch in der dritten Männermannschaft spielt. Was motiviert nun aber junge Menschen für eine solche Tätigkeit? „Schon vor der ersten Schulung hat mich das Thema interessiert“, erzählt die Herrenbergerin Malin Kollinger, die für die SG H2Ku pfeift, aber momentan ihre Tore für die Stuttgarter Kickers wirft. „Man hat die Kontrolle über das Spiel und sieht das Ganze mit völlig anderen Augen“, meint sie. Einen wichtigen Aspekt für alle, die nach ein oder zwei Spielen die Flinte wieder ins Korn werfen wollen, führt sie aber auch an: „Man muss das schon eine Weile machen, um in den Genuss des Schiedsrichterdaseins zu kommen“. Erst mit der Sicherheit und dem Selbstverständnis, die mit der Zeit kommen, spüre man das „Gesamtpaket“ als Unparteiische.

SG H2Ku hat einen Arbeits-
kreis Schiedsrichter gebildet

Inzwischen ist bei der SG H2Ku bereits der zweite Lehrgang für die Kinderhandballspielleiter abgehalten worden. Auch hier haben acht Jungen und Mädchen ihre Tätigkeit für die Nachwuchsspieltage zugesagt. „Das zeigt uns, dass wir das richtige Konzept fahren“, sagt Darius Schanz. Auch die Rückmeldungen des HVW und anderer Vereine seien durchweg positiv. Darüber hinaus hat nun die Schiedsrichtergewinnung bei der SG H2Ku auch noch ein weiteres Standbein. Unter der Regie von SG-Vorstandsmitglied Jan Engau wurde vor einem Jahr der Arbeitskreis Schiedsrichter gegründet. „Was können wir tun, um mehr Handballer als Schiri für die SG zu begeistern, lautete für uns die Frage“, so Engau zur Zielsetzung. Allein finanziell ist es problematisch, führt Jan Engau aus: „In den letzten Jahren kam so allein ein unterer fünfstelliger Betrag an Strafzahlungen für nicht gestellte Schiedsrichter zustande. Natürlich ganz zu schweigen vom gesamtgesellschaftlichen Problem, wenn Spiele wegen fehlender Referees ausfallen.“

So wurden in mehreren Arbeitssitzungen inzwischen Ideen und Konzepte entwickelt, die nun in die Mannschaften und auch in den Vorstand getragen werden. „Können wir nicht auch Schiedsrichter sponsern lassen? Ein Banner in der Markweghalle, ein Infostand bei den Heimspielen.“ Das sind nur einige Vorhaben, die Jan Engau verrät. Mit Robert Wagner hat ein erster Aktiver inzwischen die Schiedsrichterausbildung absolviert.

Gäubote 07.04.2022

Neue FSJ-Stelle für das Jahr 2022/2023

Die SGH2Ku Herrenberg bietet erstmals eine FSJ-Stelle an und geht somit einen Schritt weiter in der Professionalisierung der Handballschule.

Wir suchen zum 1. September 2022 eine/n FSJ’ler/in für das Jahr 2022/2023. Die Laufzeit beträgt 12 Monate. Das FSJ bietet damit einen perfekten Übergang zwischen Schule und Studium. Bei uns kannst du erste Berufserfahrungen sammeln und zusätzlich wirst du in deinem FSJ als Übungsleiter mit einer C-Lizenz ausgebildet.
Der Aufgabenbereich in einem Freiwilligen Dienst ist breit gefächert und garantiert somit immer wieder Abwechslung und neue Eindrücke. Langweilig wird es nie bei uns.
Zu den Aufgaben gehört die Mitarbeit im Jugendtraining unter der Leitung erfahrener Trainer sowie das betreuen eigener Trainingsgruppen. Außerdem stehst du für die verschiedenen Kooperationen zwischen den Schulen und dem Verein in der Halle. Auch über die Halle hinaus wirst du mit in Verwaltungstätigkeiten sowie in Projekt- und Veranstaltungsmanagementaufgaben mit einbezogen. Auch die Mitarbeit in administrativen Aufgaben gehört zu deinen Bereichen.
Du weißt noch nicht, wie es für dich nach der Schule weitergehen soll? Oder du willst vor dem Studium noch einmal andere Eindrücke erleben und dich sozial engagieren? Dann ist ein Freiwilliges Soziales Jahr im Sport genau das richtige für dich!
Wenn du sportbegeistert bist, dich mit Handball auskennst, dazu noch zuverlässig und mobil in
und um Herrenberg unterwegs bist, dann Bewerb dich bei uns!
Schicke deine Bewerbung an Marcel Kohler unter der Mail Adresse: kohler.marcel@sgh2ku.de. Wir benötigen deinen Lebenslauf, ein Lichtbild und die Darstellung deiner bisherigen sportlichen Erfahrungen sowie einer kurzen Erklärung,
warum du dich für ein FSJ interessierst.
Wir freuen uns auf deine Bewerbung!

Team Stuttgart gelingt die Revanche gegen H2Ku A-Jugend

Zu viele überhastete Aktionen

Mit sieben A-Jugendspielern und sechs B-Jugendspielern reiste das Team der SG H2Ku Herrenberg vergangenes Wochenende in die Landeshauptstadt zum vorletzten Saisonspiel in der Pokalrunde der Baden-Württemberg Oberliga. Die umkämpfte Partie gegen Team Stuttgart endete 36:32 für die Heimmannschaft.
Mit Leon Fischer (krank), Simon Benzenhöfer (verletzt) und Timo Sattler (Urlaub) fehlten drei Stammkräfte im ohnehin dezimierten Kader der Herrenberger A-Jugend, was Trainer Tim Gauß aber nicht als Ausrede für die Niederlage gelten lassen wollte: „In den letzten Spielen wollen wir ohnehin vermehrt die B-Jugendlichen einbinden, um uns auf die kommende Saison vorzubereiten. Mit welchem Tabellenplatz wir die Runde beenden, spielt ohnehin keine Rolle für die bereits Mitte Mai anstehende Qualifikationsrunde für die nächste Saison.“ Das Team Stuttgart war aus der Hinrunde bereits bekannt – im Oktober 2021 gewann der SG Nachwuchs noch mit 34:24. Dementsprechend motiviert starteten die Hausherren in die Partie. Doch zunächst waren die Gäste am Drücker, denn man fand gute Lösungen auf die erwartet offensive Abwehr der Gegner. Beim Stand von 2:5 nahm der Heimtrainer bereits seine erste Auszeit. Danach häuften sich auf Herrenberger Seite jedoch technische Fehler, überhastete Abschlüsse und Abstimmungsfehler in der Abwehr. In der 19. Minute war der Vorsprung verspielt und auf der Anzeigetafel stand ein 10:10. Doch für die Gäste kam es noch schlimmer: In den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit fing man ein schnelles Tor nach dem anderen und die Hausherren zogen auf 19:15 davon, ehe die B-Jugendlichen Felix Engelland und Danilo Bartolotta mit zwei Toren den Halbzeitstand von 19:17 noch verschmerzbar gestalteten.
Der zweite Durchgang ähnelte dem ersten. Das Team Stuttgart fand immer wieder Lücken in der Herrenberger Abwehr, spielte mit hohem Tempo und zeigte sich bei den Abschlüssen kaltschnäuzig. Demhingegen taten sich die Gäste im Positionsangriff zunehmend schwer, klare Abschlusssituationen herauszuspielen und man fand an diesem Tag gar nicht in das sonst effektive Tempospiel, was wohl auch dem geschuldet war, dass Torhüter Alexander Lutz leider nahezu keine Hand an den Ball bekam. Lichtblicke waren aber insbesondere die B-Jugendlichen Jan Schuon und Danilo Bartolotta, die das Stammpersonal auf den Außenpositionen gut vertraten und sich mit jeweils vier Toren in die Torschützenliste eintrugen. Bis zum 26:26 in der 45. Minute war die Partie weiterhin offen. Doch dann konnten die Herrenberger das Tempo der Stuttgarter nicht mehr mitgehen, die die Partie souverän zu Ende spielten und das Spielfeld verdient mit 36:32 als Sieger verließen. Das Fazit von Trainer Tim Gauß: „Kompliment an das Team Stuttgart. Im Vergleich zum Hinspiel letzten Oktober haben die drei Entwicklungsschritte gemacht, wir nur einen. Das kollektive Angriffsspiel der Gegner war temporeich und stets torgefährlich, unseres zu statisch und zu sehr auf Einzelaktionen ausgelegt. Da macht sich unsere fehlende Breite im Kader leider bemerkbar, wir hatten die ganze Saison über zu wenige Möglichkeiten, das ausgiebig zu trainieren. Und dass die Automatismen fehlen, wenn die Hälfte des Kaders aus B-Jugendlichen besteht, ist selbstredend, da mache ich keinem einen Vorwurf.“
Kommenden Samstag um 17:45 Uhr gastiert der punktlose Tabellenletzte aus Hofweier in der Herrenberger Markweghalle zum letzten Saisonspiel. Hier will sich die H2Ku A-Jugend keine Blöße geben und die Runde zumindest mit einem Erfolgserlebnis abschließen.

SG H2Ku Herrenberg: Lutz (im Tor), Mannherz (1), Krebs (1/1), Chmel, Bartolotta (4), Gauss, Schuon (4), Biller (1), Julian Mannhorst (2), Schweizer (5), Jannik Mannhorst (6/1), Felix Engelland (1), Jacobs (7/2).

B1 gelingt Wiedergutmachung und sichert sich damit Vize-Meister Titel in der Württembergliga

Die männliche B1 war bei ihrem letzten Saisonspiel gegen die HSG Winzingen-Wißgoldingen-Donzdorf gefordert. In der Vorwoche spielte man noch auswärts bei der HSG mit einem stark dezimierten Kader. Die Belastung wurde gegen Ende zu hoch und so musste man abreißen lassen. Damit gab es keine Punkte und man musste die Heimreise mit einer überaus knappen und unglücklichen 31:29-Niederlage im Gepäck antreten. Eine Woche später hatte man doch direkt beim letzten Spiel der Saison die Möglichkeit auf Wiedergutmachung in der heimischen Markweghalle.

An der extrem angespannten Personalsituation hat sich indes leider aus Sicht der Herrenberg Coaches nichts geändert. Man ging diesmal gar nur mit 7 Feldspielern in die Partie. Dies merkte man den Herrenbergern zu Beginn jedoch nicht an. Das Spiel blieb in der Anfangsphase offen und man ging stets im Gleichschritt bis zur 15. Minute. Jetzt zog man das Tempo spürbar an und startete den ersten Lauf der Partie, vom 8:8 zog man nun auf 14:9 weg. Der Lauf lies sich auch von einer Auszeit der Gäste nicht brechen. Lediglich einige Unkonzentriertheiten kurz vor dem Seitenwechsel trübten den Halbzeitstand. Aus diesem Grund konnte man nur eine 16:13 Führung mit in die Pause nehmen.

Mit einer kämpferischen Abwehr startend stellte man wieder auf den gewohnten 5 Tore Vorsprung. Im Angriff fand man immer wieder gute Lösungen trotz einer über große Teile des Spiels gestellte Manndeckung gegen den am Ende trotzdem 10-maligen Torschützen Tim Schweizer. So blieben größere Räume für die Teamkollegen.

Alles sah nach einem Sieg der SG Mannschaft aus. Jedoch machte sich nun immer mehr der Kräfteverschleiß merkbar. 4 Minuten vor dem Ende waren die Gäste wieder auf 2 Tore dran. Genug für die B1, mit 3 Toren in Folge war das Spiel mit einer Kraft und Kampfleistung entschieden, ehe die Gäste noch auf den 29:25 Endstand stellten. Trainer Maxi Schöllkopf hat nach dem Spiel nur positive Worte für seine Mannschaft übrig:“Schön, dass man sich trotz einem kleinen Kader und vielen Ausfällen für die kämpferische Leistung belohnen konnte. Wichtig war es die erfolgreiche Saison mit einem positiven Abschluss zu beenden.“

Auch der für die nächste Saison scheidende Co-Trainer Jannis Mezger ist voll des Lobes nach dem Abschlussspiel mit seiner Mannschaft:“Die Jungs haben nochmal alles reingehauen und damit bestätigt, dass sie eine super Einheit sind. Jeder hat für den anderen gekämpft.“

Dies haben die Jungs der beiden SG-Coaches in der Saison eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Der Sieg war nämlich gleichbedeutend mit der Vize-Meisterschaft in der Württembergliga Staffel 1. Eine durchaus besondere Saison endet nun für die Mannschaft der Handballschule. Rückblickend erkennt auch Maxi Schöllkopf eine Klasse Saison:“In der ersten Saisonhälfte haben sich die Jungs in einer starken Verbandsklasse als souveräner Meister für die Württembergliga qualifiziert. Auch hier hat sich die Truppe behauptet und einen starken 2. Platz erreicht.“ So kann man der männlichen B1 nur zu einer erfolgreichen  Saison gratulieren, gekrönt mit der Vize-Meisterschaft.

Die Siegesserie der D-Jugend hält an

Die männliche D-Jugend bleibt in dieser Saison weiterhin ungeschlagen. Auch die Tabellenzweiten aus Calw konnten den Lauf nicht stoppen.

Vor dem Spiel waren die Rollen klar verteilt. Als in dieser Saison noch ungeschlagener Tabellenführer fuhr man am vergangenen Samstag als klarer Favorit nach Calw.  Gewann man doch auch das Hinspiel mit 40:29 deutlich. Wer jedoch dachte das auch dieses Spiel ein Selbstläufer wird, war im Irrglauben. Denn die Gastgeber nahmen die Rolle als Außenseiter dankend an und waren gewillt über eine kämpferische Leistung beide Punkte in der Walter-Lindner Sporthalle zu behalten.

Dadurch entwickelte sich zu Beginn ein eher unerwartet enges und umkämpftes Spiel. Über eine knappe Führung in der 9. Minute mit 6:7 bis hin zum 11:12 in der 17. Minute konnte man sich zu keiner Zeit in Hälfte eins wirklich absetzten. „Viele Basics die wir trainiert haben waren auf einmal wie weggeblasen“, meint Trainer Martin Bayer und nennt als einen der Gründe im selben Satz die Trainingspause in der Vorwoche zum Spiel. Das Trainerduo aus Nico Kiener und Martin Bayer sah sich gezwungen mit einer Auszeit Minuten vor der Pause die Mannschaft noch einmal neu zu justieren. Mit Erfolg: Dank eines Doppelschlags konnte man auf die 2 Tore Halbzeitführung von 12:14 stellen.

In der Halbzeit drückten die beiden Trainer ihren Unmut über die unkonzentrierte Leistung deutlich aus und versuchten an die Jungs zu appellieren. Es schien so, als hätten die Jungs ihren Trainern aufmerksam zugehört und sich auf ihre Fähigkeiten zurückbesinnt. Rasch konnte man auf 19:14 stellen und sich damit erstmals absetzten. Die drohende Vorentscheidung versuchten die Gäste mit einer Auszeit noch einmal zu verhindern, jedoch vergebens. Die über die ganze Saison hinweg überzeugende und eingespielte Angriffsmaschinerie der Herrenberger kam nun ins Rollen und war nun kaum mehr zu stoppen. „Die Jungs sind in der 2. Halbzeit viel besser in die Räume gelaufen“, stellen die Trainer nach Spielende klar und nennen dabei einen Grund für den im Endeffekt deutlichen Auswärtserfolg.

Denn die Gastgeber hatten dem nichts mehr entgegenzusetzen und die Überlegenheit wurde immer sichtlicher. Mit dem 29:19 Treffer in der 35. Minute von der Mannschaft der Handballschule stellte man erstmals auf 10 Tore vor. Der Endstand von 34:20 war am Ende trotz allen Startschwierigkeiten samt schwacher erster Hälfte sehr deutlich.

„Die Jungs haben die Kritik gut angenommen und in der 2. Hälfte viel besser gespielt“, blickt Coach Martin Bayer zufrieden auf die 2. Halbzeit. Einen Lösungsansatz hat er mit einem leichten Lächeln auf dem Gesicht auch direkt parat:“Trainingspausen werden nun erst mal nicht mehr eingeplant.“

Am kommenden Samstag hat man die Chance eine herausragende Saison noch einmal zu veredeln. Mit einem Sieg gegen die HSG Schönbuch hätte man die Chance die Saison als ungeschlagener Tabellenführer abzuschließen. Dafür brauchen die Jungs jedoch wieder eine konzentrierte Leistung um somit auch für möglich Finalspiele gegen andere Staffelsieger der Bezirksliga gewappnet zu sein.

H2Ku A-Jugend verliert komplett den Faden

Zu viele überhastete Aktionen

Eine äußerst bittere weil überflüssige Niederlage hatte die A-Jugend der SG H2Ku Herrenberg am vergangenen Wochenende zu verkraften. Bei der Jugendhandballakademie Baden im 1,5h entfernten Ottersweier setzte es eine 34:30 Niederlage für den Handballnachwuchs aus dem Gäu.
Dabei waren die Vorzeichen und der Start in die Partie überaus vielversprechend. Dem Gegner standen lediglich sieben Feldspieler zur Verfügung und von Beginn an agierten die Herrenberger hellwach. Die Abwehr stand kompakt, das Umschaltspiel in den Gegenstoß funktionierte gut und im Angriff erarbeitete man sich mit sehenswerten Aktionen gute Torchancen. Daraus resultierte ein recht komfortabler 4-Tore Vorsprung in der 12. Minute (6:10). Doch plötzlich kam es zu einem Bruch im Spiel der Herrenberger. Nach dem 12:15 in der 17. Minute dauerte es ganze 10 Minuten bis das nächste Gästetor erzielt wurde, dann stand es aber bereits 19:16 für die Heimmannschaft, die nie locker ließ. Mit diesem Spielstand verabschiedeten sich auch beide Mannschaften in die Kabinen. Ein nach der Partie sichtlich konsternierter Trainer Tim Gauß versuchte für diese Phase eine Erklärung zu finden: „Mir ist immer noch schleierhaft, was da passiert ist. Auf die Umstellung der gegnerischen Abwehr reagierten wir zunächst souverän. Dann bringen uns technische Fehler und Fehlwürfe völlig aus dem Konzept und jedem kam das Selbstvertrauen abhanden. Das war reine Kopfsache.“ Besonders ärgerte man sich an der Seitenlinie über die schlampige Abwehrarbeit, die den Gegner zu leichten Toren einlud. Leider besserte sich das Bild auch in der zweiten Halbzeit nicht. Etliche verworfene 100%-Chancen verhinderten einen Führungswechsel. Mehr als das 22:21 (40 Minute.) war an diesem Tag für die Gäste nicht drin. Die JHA Baden kämpfte weiter bis zum Schluss, der konditionelle Einbruch, der auf Gästeseite erhofft wurde, trat nicht ein und so stand letzten Endes ein verdienter Heimsieg auf der Anzeigetafel. Das Fazit von Tim Gauß fiel entsprechend ernüchternd aus: „Ich hatte das Gefühl, dass viele meiner Jungs das Spiel nach den überzeugenden Anfangsminuten bereits abgehakt hatten. Das hat sich dann böse gerächt. Solche Einbrüche gegen vermeintlich unterlegene Gegner hatten wir bereits in der Hinrunde der Saison. Das zeigt mir, dass die Jungs bei weitem noch nicht die Konstanz in ihrer Leistungsfähigkeit haben, die sie zum Ende ihrer Jugendspielzeit aber langsam entwickeln sollten.“
Die nächste Bewährungsprobe für den SG Nachwuchs steht kommenden Samstag um 15:30 Uhr auf dem Plan. Da werden die Trauben hoch hängen, gastiert doch der bisher ungeschlagene Tabellenführer der Baden-Württemberg Oberliga Pokalrunde aus Leutershausen in der Markweghalle.